Unqualifizierte Vorschläge zur Bardenmagie

Eine Sammlung von alten und neuen Vorschlägen zum Regelwerk

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Lillian Berthel
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Unqualifizierte Vorschläge zur Bardenmagie

Beitrag von Lillian Berthel »

Also, ich bin ja wirklich noch nicht sehr erfahren, aber ich hab ein paar Vorschläge was die Bardenmagie angeht.

Ich habe erst einmal Bardenmagie angewendet, und vielleicht war das einfach ein Sonderfall:
Auf dem Aklonspiel im Januar 2019 hab ich während einer OP (am Herzen?) einen Friedensbann gewirkt da es von der Tür her plötzlich lärmte und es schien als ob gleich irgendjemand die Tür aufbricht.
Ich hatte nicht gepatzt, aber hätte ich gepatzt, wär es echt schwer gewesen das dem Spieler vor der Tür zu vermitteln und auszuspielen, denn schon nach der ersten Zeile, wurde es vor der Tür ruhig und friedlich…

Es gibt zwei Dinge die mich ein bisschen stören:

1. Patzerausspielschwierigkeiten: Mitspieler reagieren schon auf Zauber noch bevor der Text einmal durchgesungen ist, schon nach der ersten Zeile, sobald sie das Lied erkennen.
Dadurch ist es ziemlich schwierig Patzer, alla Text vergessen/Fehler im Text, auszuspielen. Die anderen Spieler, die die Texte nicht auswendig können werden die Fehler nicht bemerken, oder reagieren halt schon auf einen „gelungenen“ Zauber bevor man überhaupt zu dem Fehler kommt. Was aber ja im Falle eines Patzers reichlich unlogisch wäre.

2. Starre Texte: Die Texte sind teilweise wirklich nicht besonders gut geeignet um gesungen zu werden. Mitunter hängt es nur an einer Silbe, oder es würde helfen wenn man einzelne Zeilen/Wörter wiederholen kann, damit das Versmaß stimmt.
Dadurch, dass man an dem Text so absolut nichts verändern darf, ist es bei manchen Liedern sehr schwer das einigermaßen melodisch und rhythmisch hinzubekommen.
Also ich habe für alle Lieder die mich interessieren mittlerweile eine Melodie gefunden die einigermaßen passt, aber wirklich schön klingt das nicht.

Meine Vorschläge:

Ein Nietenlied:
Wenn das angestimmt wird, ist jedem klar, dass gerade gepatzt wurde, und niemand friedlich werden, sich vor Qualen am Boden winden oder sonst was tun muss. Der Barde kann den Patzer danach auch noch wunderschön ausspielen (ob der Zauber dann auf ihn zurückfällt, er stumm wird oder ohnmächtig ist ja wurscht).
Im Text des Nietenliedes könnte auch in einer Zeile der eigentliche Zauber erwähnt werden der gewirkt werden sollte, damit die Charaktere, die sich damit auskennen angemessen auf den Verzauberungsversuch reagieren können.

Mehr Freiheit bei den Texten der anderen Bardenlieder:
Es kann ja gerne bei der Regel bleiben, dass der Text aus dem Regelwerk einmal gesungen werden muss, damit der Zauber wirkt.
Aber so rein musikalisch wäre es echt schön, wenn man Zeilen wiederholen, Wörter etwas anders anordnen und allgemein, den Text ein bisschen mehr auf die Melodie zuschneidern dürfte.
Das würde auch irgendwie dem Beruf des Barden eher gerecht werden, der den Text geschickt mit der Melodie verbindet und heimlich in andere Lieder einbaut…

So das waren meine Ideen, was meint ihr?
Lillian Berthel
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Re: Unqualifizierte Vorschläge zur Bardenmagie

Beitrag von Lillian Berthel »

Das wär jetzt meine Version für einem Nietentext ohne erwähnten Zauber:

Nicht aufgepasst, ein Wort verfehlt,
Schmerz in meinem Kopfe dreht,
Quintessenz falsch beseelt,
Magie wirkt, doch die Beherrschung fehlt.

oder halt auch mit:

(Trauerlied)
Nicht aufgepasst, ein Wort verfehlt,
Schmerz in meinem Kopfe dreht,
Quintessenz falsch beseelt,
Trauerlied, doch die Beherrschung fehlt.

(Tanzmusik)
Nicht aufgepasst, ein Wort verfehlt,
Schmerz in meinem Kopfe dreht,
Quintessenz falsch beseelt,
Tanzmusik, doch die Beherrschung fehlt.

(Schlafe ein)
Nicht aufgepasst, ein Wort verfehlt,
Schmerz in meinem Kopfe dreht,
Quintessenz falsch beseelt,
Ein Schlaflied, doch die Beherrschung fehlt.

(Friedensbann)
Nicht aufgepasst, ein Wort verfehlt,
Schmerz in meinem Kopfe dreht,
Quintessenz falsch beseelt,
Friedensbann, doch die Beherrschung fehlt.

(Glaube mir)
Nicht aufgepasst, ein Wort verfehlt,
Schmerz in meinem Kopfe dreht,
Quintessenz falsch beseelt,
Glaube mir, doch die Beherrschung fehlt.

(Töne der Schmerzen)
Nicht aufgepasst, ein Wort verfehlt,
Schmerz in meinem Kopfe dreht,
Quintessenz falsch beseelt,
Schmerzenston, doch die Beherrschung fehlt.

….
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Robert Napierski
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Re: Unqualifizierte Vorschläge zur Bardenmagie

Beitrag von Robert Napierski »

Das sind schöne Vorschläge. Bardenmagoe findet so selten statt das ich niemals genau sagen könnte wie welcher Zauber funktioniert. Für mich ist da schönes Spiel wichtiger als 100% korrekt zu funktionieren.

Ich finde jedes deiner Lieder verständlich und passend. Sollte es da Diskussionen geben kannst du diese Mitspieler eh getrost abschreiben.
"Puuuh, das war knapp"
Lillian Berthel
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Re: Unqualifizierte Vorschläge zur Bardenmagie

Beitrag von Lillian Berthel »

Oki danke:)
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René W.
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Re: Unqualifizierte Vorschläge zur Bardenmagie

Beitrag von René W. »

Hi, ich habe deinen Text erst jetzt gelesen, entschuldige.

Ich kann dir aus der Praxis berichten, wie ich seit Jahren damit umgehe.

Du hast vollkommen recht, was die Lieder und das Versmaß angeht. Doch es ist bisher NIE jemandem aufgefallen, wenn ich ein passendes Füllwort oder eine Silbe dazu gemurmelt habe. Häufig binde ich auch die Lieder in andere Lieder ein, was dazu führt, dass ich die regeltechnischen Strophen echt gut betonen muss, damit sie verstanden werden, aber sobald ein sehr sehr sehr betontes GLAUBE MIR!!! (auch wenn's ein murashitischer Akzent ist) kommt, verstehen die Meisten, was gemeint ist. Bei Bardenmagie drücken die Meisten ein Auge zu, wenn es nicht ganz genau der Wortlaut ist, wie im RW.
So wahr der Hahn am Morgen kräht, so wahr der Krug zu Brunnen geht, so wahr sei auch mein Wort zu dir, DRUM glaube mir. Hat bisher nie geschadet.

Bei Dauerliedern ist es wirklich lästig ganz lange das Gleiche zu singen. Auch für die Zuhörenden ist etwas Abwechslung sehr angenehm. Bei der Tanzmusik (in über 10 Jahren Barde erst 2-3mal gesungen) habe ich andere Strophen eingeschoben und den Regeltext gewissermaßen als Refrain gesungen, damit auch "Neuzuhörende" das Lied schnell einordnen können. Ähnliches beim Untotenbann.


Solange du Patzer unmissverständlich klarmachst, kannst du auch den Originaltext singen.

"Aber ein Zuber dich gefangen hält und gar hässlichst quält und reinigt...."
hat mir weitaus mehr Spaß gebracht als ein lautes "Haatschie" mittendrin.

Mir reichte es die Lieder so zu verunstalten, das immer klar wurde: Oh das war wohl nix. Eine weitere Strophe könnte zur Verwirrung führen, denn viele lauschen, wenn jemand abrupt zu singen beginnt, auf Befehlsworte und nicht auf den Text.
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!
Lillian Berthel
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Re: Unqualifizierte Vorschläge zur Bardenmagie

Beitrag von Lillian Berthel »

Danke René!
Den quälenden Zuber finde ich super :D
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