Aklon Essenz des Blutes

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Nora Ziel
Baron
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Aklon Essenz des Blutes

Beitrag von Nora Ziel »

Bevor die Eindrücke wieder der Müdigkeit weichen ein paar Worte des Feedbacks zum ersten Phönix Spiel des Jahres.

Das Schloss Altenhausen ist eine tolle Kullisse. Wir kamen an, luden aus, das Check in verlief zügig und trotz des doppelten Umziehens war genug Zeit zum Auspacken. Die Zimmer waren zum schlafen und duschen gut, für wirkliches Gruppenspiel aber leider etwas zu klein.
Das Spiel startete mit einem Experiment, einem Prequel mit vorgegebenen Rollen. Ich war anfangs skeptisch, allerdings war es dann doch sehr spaßig weil man einfach mal aus dem Bauch heraus unüberlegte Risiken eingehen konnte. Einzig dass sich die Orga bei der Ansprache verplapperte und das Ende ein wenig vorweg nahm war schade.

Anschließend ging es relativ zügig weiter mit der Anreise zum Hauptspiel. Wie zu erwarten gab es weniger Diplomatispiel und erst mal einige Rätsel zu lösen. Warum verhielten sich die anwesenden Schwertbrüder so merkwürdig? Was hatte es mit unseren plötzlich gewonnen Kräften auf sich? Das Öffnen der diverser Türen nahm den großen Teil des ersten Abends in Anspruch, auch wenn es etwas unbefriedingend war dass diese dann von innen verbarikadiert waren.
Der Plot zentrierte sich dann auch schnell um die merkwürdige Maschine die im Keller entdeckt wurde. Effekttechnisch war die Schleuse und die dahinter liegende Blase sehr cool. Auch gab es zunächst auch für fast jeden etwas zu tun. Dadurch dass es aber nur wenige große Räume gab und die Zimmer eigentlich reine Lager und Schlafstätten waren, war es sehr sehr schwierig als größere Gruppe irgendein internes Spiel aufzubauen weil sich immer alle Menschen in den sehr weitläufigen Gängen verstreuten und man nirgends ungestört sprechen konnte. Am Freitag Abend wurde dann zudem der Jagtsaal zur improvisierten Taverne umfunktioniert was möglicherweise für weniger Plot interessierte Personen eine willkommene Abwechslung war, mir persönlich in der Situation -wir haben eine Blase aus Quintessenz im Keller die möglicherweise mit ungesehenen Konsequenzen explodieren kann, sämtliche mögliche Thronfolger sind darin gefangen und die Zukunft unseres Landes über das wir hier verhandeln wollen ist völlig ungewiss - sehr unangebracht vorkam. Insgesamt empfand ich die Musik in der Lautstärke in diesem Setting als sehr störend, so etwas passt vielleicht nach Tulderon oder ans Lagerfeuer auf einer Abenteuercon aber nicht zu einer wichtigen politischen Verhandlung.
Das Sicherheitsempfinden wuchs nicht als sich heraus stellte das die anwesende Suavitische Mutter in Wirklichkeit ein Vampir war und der Nuncius in eine Glaubenskrise verfiel.
Neben den obligatorischen Gruppenbesprechungen wurde das Spiel auch durch die Kochpausen etwas in die Länge gezogen, auch wenn ich Spaß daran hatte mit der tatkräftigen Unterstützung meiner Gruppe zu kochen hätte ich die Option Vollverpflegung aus praktischen Gründen bevorzugt, zumal das Frühstück auch sehr gut war.
Nach dem Samstagabendessen sahen wir uns auf einmal von Spitzhüten und Golems bedroht und in der Schlacht hatten wir dann auch den tragischen Verlust der edlen Katherina zu beklagen. Es folgte eine sehr berührende Trauerfeier, die mir wieder einmal vor Augen führte wie sehr der Tod von Charakteren das Spiel bereichern kann (auch wenn es mir für Linnit sehr leid tat) Die Ultorianer zeigten mit der am selben Abend erfolgten Läuterung einmal wieder ihr zweifelhaftes Verständnis von Gerechtigkeit das auf anderem Wege Emotionen auslöste. Während sich am Ende des Abends in großer Runde beraten wurde spuckte die Maschine dann doch noch einen Überlebenden aus und die Anwesenden entschieden sich - Teils aus Überzeugung, Teils in Ermangelung überlebender Alternativen - dem neuen König Wenzel die Treue zu schwören. Diese Ende lässt viele Fragen offen wie es mit der Zukunft von Aklon und dem Magieverständniss der ultorianischen Kirche weiter gehen wird. Die Orga ließ es sich dann nicht nehmen dass Spiel mit einem Knall zu beenden und den neu geschlagenen Paladin des Königs zum Herren eines Trümmerhaufens zu machen.

Für mich hatte das Spiel sowohl schöne Szenen als auch einige Längen. Mein Highlight waren die aufwendige Operation die ich durchführen durfte und der Moment in dem ca 50 Spiele und NSC ohne Orga im Jagtzimmer versammelt waren und mit gespitzen Ohren auf einen Time In Ruf aus dem Innenhof lauschten. Die Orga wirkte auf mich sehr gut organisiert und es fand sich immer sehr schnell ein Ansprechpartner für Rückfragen. Die Räumlichkeiten waren schön, aber wie schon erwähnt für große Gruppen eher ungeeignet. Nach dem wieder sehr weltumfassenden Themas der Con freue ich mich sehr mal wieder auf ein weniger dramatisches Abenteuerspiel, aber das ist auch nur eine persönliche Präferenz.

Vielen Dank an die Orga und alle NSCs und alle Mitspieler!
Auf in ein spannendes Jahr 5036

Benjamin Sk.
Graf
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Re: Aklon Essenz des Blutes

Beitrag von Benjamin Sk. »

Nun ist der Bürgerkrieg also vorbei und der Hexenkönig zaubert uns den Frieden. Es folgt mein Feedback des letzten Kapitels:

Zunächst einmal bedanke ich mich bei der Orga für den Aufwand, der betrieben wurde um dieses Spiel ins Leben zu rufen. Die Location war gut gewählt und weitläufig, man konnte sich in den Gängen und Räumen und Treppenhäusern der Ehrenfeste geradezu verlaufen. Vielleicht wäre es schön gewesen, wenn noch einige weitere Räume mehr ins Spielgeschehen integriert worden wären und nicht einfach nur leer gestanden hätten, aber das ist nur eine Kleinigkeit. Alle NSC, mit denen ich interagierte, waren grandios und haben ihre Rollen schön dargestellt, so herausfordernd sie auch waren. Ebenfalls habe ich gute und schöne Szenen mit anderen Spielern erlebt.

Bei den folgenden Kritikpunkten möchte ich betonen, dass sie keineswegs negativen Gefühlen über das Endergebnis der Thronfrage entspringen (so sehr mein Charakter damit unzufrieden ist, so sehr sehe ich als Spieler die Ansätze für weitere Geschichten und Spiel), sondern nur dem Weg dorthin. Tatsächlich empfinde ich es als sehr schade, dass der langjährige Plot um den Bürgerkrieg und die Herrschaft in Aklon, eigentlich eine sehr mundane und bodenständige Sache, nun durch einen derartigen Magieschwurbel beendet wurde. Ich verstehe die Intention dahinter einen Mechanismus zu schaffen, durch den alle Spieler die Möglichkeit hatten auf das Ergebnis Einfluss zu nehmen, dieser Mechanismus fühlte sich jedoch sehr unbefriedigend und konstruiert an, zumal er an verschiedenen Ecken eben doch wieder nicht fair und ausgeglichen und zugänglich war.
Die ganze Prämisse der Geschichte, die wir am Wochenende erlebten, klingt leider eher wie der Beginn eines Witzes als nach einem schlüssigen nachvollziehbaren Aufhänger - „Ein Nuntius, ein Apostel und eine Vampirin hatten eine Idee und steckten drei Thronanwärter in eine magische Kugel.“ So waren auch andere Teile des Plots einfach schwer anzunehmen, weil sie, wenn man sie hinterfragte oder über sie nachdachte, absurd wirkten, wie zum Beispiel die Tatsache, dass die Spielerschaft binnen Stunden die Vampirin (gibt es eigentlich auch Vampire, die kein vierstelliges Alter haben?) enttarnte, während keiner ihrer Mitverschwörer während des Jahres der Zusammenarbeit das Offensichtliche bemerkt haben wollte. Möglicherweise fehlen mir auch einfach Bausteine des Plots, die alles schlüssiger und nachvollziehbarer machen, ich kann hier jedoch nur mit dem Wissen arbeiten, über welches ich verfüge.

Hinzu kommen Dinge wie Türen aus Lirer Stahl, die sich nicht aufbrechen ließen, weil es scheinbar zu dem Zeitpunkt noch nicht vorgesehen war. Wozu dann überhaupt diese Türen mit normalen Schlössern vor den Tempeln? Hätten sich die Überlebenden dann nicht im Keller hinter dem speziellen magischen Schloss verstecken können, wenn man hätte steuern wollen, wann sie hervorkommen? Wieder unbefriedigend und frustrierend, als würde man gegen die unsichtbaren Wände eines Computerspiels laufen.

In der Tat empfand ich die Spielsituationen am schönsten, in denen wir uns möglichst wenig mit der Situation im Keller befassten. Das waren dann auch immer jene Momente, in denen das Spiel zwischen den Spielern in Gang kam. Die Anreise der wirklich hohen Herrschaften am Samstagabend brachte dann kurz jene Momente zum Vorschein, die ich erhofft hatte, es wurde sich wirklich um die Zukunft Aklons gesorgt und gekümmert. Schade, dass weitere Gespräche dann durch die Explosion der Burg (Grüße an den neuen Herrn des Ehrenkraters) im Keim erstickt wurden, das hätte noch spannend werden können. Hier lief einfach alles viel zu gehetzt und gezwungen ab.

So amüsant das Prequel und so lecker der gestohlene Mohnkuchen auch war, welchen Mehrwert hatte es, dass es den Aufwand für alle Beteiligten rechtfertigte, hatte es doch keinen Einfluss auf das weitere Spiel? Wozu all die Teasertexte zur Situation in der Welt rund um Aklon, die uns alle auf etwas einstimmten, was letztlich vor Ort auch keine Relevanz hatte? Das Wecken von Erwartungen, die dann durch einen Twist gedreht werden, ist grundsätzlich nicht verkehrt, aber in diesem Fall, zumindest für mich, einfach zu viel („Der Splitter im Herzen“ lässt grüßen).

Nun aber genug Negatives. Soweit es von mir registriert wurde, war die Orga immer da und ansprechbar und immer klar und ohne Widersprüche in ihren Aussagen. Check-In und Zimmerzuteilung verliefen reibungslos. Die Idee der inneren Kraft war sehr interessant. Die NSC waren sehr gut ausgewählt und gebrieft, ich habe nicht ein einziges Mal erlebt, dass einer von ihnen wirklich unsicher war und Dinge erst nachfragen musste.

Ganz besonders großartig war wie immer meine Gruppe, der ich es nun auch schon oft genug persönlich sagte, die aber einfach zusätzlich öffentliches Lob verdient hat. Ich bin immer wieder glücklich, wie harmonisch es mit euch abläuft und welch schöne Szenen sich ergeben. Die Trauerfeier für die Edle Katherina war einfach nur herzzerreißend und emotional und ich bin so froh, dass wir das auf diese Weise gemacht und uns die Zeit genommen haben. Ich gehe mit euch jederzeit wieder an finstere Orte.

Insgesamt bin ich nicht richtig glücklich mit der Con, da vielfach Potential und schöne Ansätze vorhanden waren, letzten Endes aber alles irgendwie nicht zufriedenstellend und unplausibel wirkte. Dennoch bin ich sehr gespannt, wie es mit Aklon unter der neuen Herrschaft weiter geht und wie sich nun alles entwickelt. Was soll schon schiefgehen?
I prepared Explosive Runes this morning.

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Meike
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Re: Aklon Essenz des Blutes

Beitrag von Meike »

Zuallererst ein ganz großes Dankeschön an die Orga für die Mühe und Arbeit, die ihr investiert habt - ganz große Klasse! Ich habe mich über jedes noch so kleine Detail (z.B. bei der Dekoration) sehr gefreut und es hat das gesamte Spiel unglaublich bereichert. Und ich weiß, wie viel Zeit und Energie darin stecken - daher meine allergrößte Anerkennung und meinen Beifall! Außerdem war immer einer von euch da und ansprechbar - bei dem großen Gelände auch nicht selbstverständlich!

Herzlichen Dank auch an die zahlreichen NSC, die immer präsent und anspielbar waren - ihr wart toll und habt das Bild so wunderbar abgerundet.

Die Location war grandios - diese zahlreichen Gänge und Räume - ich war begeistert! Vor allem, weil man ständig einen neuen Weg oder Raum entdeckte - großartig! Ebenso wie das üppige Frühstück - Hotelstandard - da gab es wirklich nichts auszusetzen. Ich hätte mir allerdings Vollverpflegung oder zumindest noch ein Abendessen gewünscht. Dann hätten wir noch mehr Zeit für das Gruppenspiel untereinander gehabt und es wäre von der ganzen Logistik einfacher gewesen. Wie immer eine Entscheidung des Geldes - ist mir klar - aber wenn man schon mal Wünsche äußern kann ;-)

Was für mich nicht ganz so positiv war: Das Prequel, von dem ich mir mehr erhofft/erwartet hatte, weil ihr im Vorwege (wie es Benjamin schon sehr gut formuliert hat) so viel ‚Aufhebens‘ darum gemacht habt. Aber dann kamen die Hoferaner doch früher als erwartet und es ging dann alles sehr schnell. Ich hätte mich gerne noch länger mit den anwesenden Adeligen unterhalten und vielleicht auch noch ein Tänzchen mehr angeboten. Aber zur Einstimmung und zum Ankommen hat es Spaß gemacht und mir hat der große Rittersaal richtig gut gefallen (obwohl dieser große Raum zum Tanzen mal wieder noch größer hätte sein können)!

Das Ende war für meinen Geschmack etwas zu undramatisch und nicht spektakulär genug. Es tauchten z.B. auch keine Hoferaner mehr auf, die die Beratungen und stundenlangen Gespräche und Abstimmungen der Adeligen störten, was ich mir irgendwie gewünscht hätte. Nicht nur Magie und ‚innere Kraft‘, sondern ganz handfeste Störenfriede oder Unmutsbekundungen. Ich bin so froh, nicht als Adelige auf dem eigentlichen Spiel agieren zu müssen - dieses ganze ‚Gesabbel‘ kann ich immer schwer aushalten - aber es gehört definitiv dazu und hat ausnahmsweise auch einmal gut funktioniert. Die Spielergruppen haben sich (soweit ich das mitbekommen habe) immer gut über den aktuellsten Wissenstand ausgetauscht. Das fand ich wiederum sehr gut!

Alles lief darauf hinaus, wer und ob jemand aus der Blase gerettet werden könne und wer in Zukunft Aklon regieren soll. Aber nach all den Anstrengungen rund um die Blase kam dann relativ unbemerkt und ohne großes Getöse Wentzel heraus und es waren nur 2 Suaviten (AC und ich) im Keller. Ich fand es ja sehr nett, dass er uns wiedererkannt und zur Begrüßung sogar umarmt hat, aber ich hätte mir eben doch etwas mehr ‚Show‘ darum herum gewünscht. Ich hatte auch tatsächlich nicht das Gefühl, an der Entscheidung über die Thronfolge aktiv mitgewirkt zu haben. Es gab doch zu viele widersprüchliche Aussagen und Ansätze, obwohl ich die Idee mit der Abgabe der ‚inneren Kraft‘ genial fand. Ich hatte dennoch das Gefühl, dass es nicht in unserer Hand lag und wir nun mit Wentzel Torwendil (dem ‚Grauen‘) leben müssen und es weiterhin offen bleibt (und in der Hand der anderen Orgas) wie es nun weitergeht - mit dem Schwinden der Quintessenz und dem Einfluss der (Schwarzen) Magie seitens des neuen Königs. Damit bin ich ehrlich gesagt auch nicht ganz glücklich und es fühlt sich nicht ganz so rund an, wie ich erhofft hatte.

Die Dramatik und Intensität, die mir beim Ende gefehlt hat, gab es für mich dann aber kurz vorher - mit dem Tod der Dame Katherina von Sterrenach (Linnit). Erst durch die reale Bedrohung mich töten zu wollen (mit diesem fies-bösen ‚untoten Blick‘ - einfach großartig) und der Verfolgung bis in das suavitische Lazarett und dann die Erlösung und Rettung durch Deinen Tod, der mir wirklich sehr zu Herzen gegangen ist und mich sehr traurig gemacht hat. Es war so emotional und hat sehr viel weiteres (und wirklich schönes) Spiel generiert. Ich fühlte mich irgendwie für Deinen Tod verantwortlich und hätte doch nichts dagegen tun können. Deswegen war ich auch dankbar, dass ich mich 2 x von Dir ‚verabschieden‘ konnte (einmal direkt vor dem Lazarett und später bei der wunderbar berührenden Trauerzeremonie für Dich). Mir wird die Edle Katherina sehr fehlen! Danke für einen extrem intensiven Spielmoment, den ich in dieser Form lange nicht mehr hatte und auch lange nicht vergessen werde. Das war ein echtes Highlight für mich!

Danke auch an all die anderen Spieler, mit denen ich mal mehr, mal weniger zu tun hatte. Das Gesamtbild hat gestimmt und auch wenn nicht alles zufriedenstellend und nachvollziehbar war, hat es sich auf jeden Fall mehr als gelohnt!

Zum Schluss möchte ich noch meiner Truppe danken - es war wieder so schön mit euch und hat sehr großen Spaß gemacht! Lange nicht mehr so gelacht! Ihr seid die Besten! Schade fand ich nur, dass wir nicht mehr tun konnten für die Aufklärung über den Verbleib unseres Magisters Kaczynski (Du fehlst uns)!

Auf alle zukünftigen Spiele! Auf das wir alle noch lange nicht die Lust, die Energie und die Freude an unserer Phönix-Welt verlieren und jeder seinen Teil dazu beitragen möge!

Lange lebe ….
Zuletzt geändert von Meike am Fr 28. Feb 2020, 18:19, insgesamt 1-mal geändert.

Lillian Berthel
Edler
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Re: Aklon Essenz des Blutes

Beitrag von Lillian Berthel »

Edle, heilige Katherina,

mein Herz blutet in meiner Brust, seid wir dich im Kampf verloren haben.
Unser hoher Graf bat mich dir zu Ehren ein Lied zu schreiben. Das erste Mal sang ich es in einer kleinen Taverne ganz in der Nähe der zerstörten Burg in welcher du gefallen bist. Hinterher stießen wir alle auf dich an.
Der Graf konnte leider nicht zugegen sein, denn er war in einer wichtigen politische Besprechung, unser aller Zukunft betreffend. Doch will ich hier nun seinem Wunsch gerecht werden, das Lied hier noch einmal zu euren Ehren zu singen.

https://www.youtube.com/watch?v=YnO1jZ- ... e=youtu.be

Auf ewig in eurer Schuld
Marie Wolf
Zofe am Hofe des Grafen Justitian von Isenau zu Hohenwarth aus Klant, der Bescheidene



OT:
Ich hatte sehr viel Spaß auf dem Spiel, es war sehr witzig wie sich alle immer darum bemüht haben der Nachtblinden die Richtung zu weisen in dem sie mit der Hand dahin zeigen.
Ich hoffe ich bin euch mit meiner Musik nicht zu sehr auf die Nerven gegangen.
Ich habe immer sehr versucht, dass es in die Szene passt und die Lieder extra für das Spiel geschrieben.
Damit ich nicht doch jemanden störe habe ich auch die anderen aus unserem Gefolge gebeten mir sofort zu sagen wenn es nicht passt. Wenn das doch nicht immer geklappt haben sollte tut mir das sehr Leid. Es war erst mein zweites Larp und ich lerne noch...
Auf Wunsch von Benni, Jonas, Jendrik, Olaf, Melle, Julia, Linnit, Patrik und Peter hier noch eine Playlist mit den für das Spiel/die Phönix-Welt umgeschriebenen Liedern:
https://www.youtube.com/playlist?list=P ... QgMJNOSfNt

Es war mir eine große Ehre mit euch zu spielen!
Eine große Entschuldigung an der Stelle noch an die NSC-Elisabeth an der wir, als wir zu dritt die vielen Fragen an den Magister stellen wollten einfach vorbei gestürmt sind. Irgendwie war ich so auf des Rätsels-Lösung und die Monster fixiert, dass ich ganz vergessen hatte wer da eigentlich gerade vor mir steht...

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Oliver Haag
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Re: Aklon Essenz des Blutes

Beitrag von Oliver Haag »

Zu allererst... endlich mal wieder Spieler :D
Danke liebes Gremium für ein super tolles Spiel.

in meinen Augen eher unwichtige Dinge:

Die Location war wie meine Vorredner schon feststellten großartig.

Essen war imho gut gewählt. Ein Frühstück war vollkommen ausreichend. Danke das ihr meinen Geldbeutel geschont habt und für Grills gesorgt habt. Gerade für diejenigen die kein eigenes Auto besitzen kann das immer etwas problematisch sein. Einziges Manko... bitte den Grill bei Tageslicht befeuern oder vllt. einen Strahler dafür aufstellen, damit man sehen kann was man so kocht. (ja ich weiß Jammern auf hohen Niveau, ich war sehr glücklich mit eurer Lösung) :D

Im Briefing für das Prequel stand imho zuviel. Ich glaube gerade die Bauernseite ist etwas aus dem Ruder gelaufen, gefühlt waren aber auch wenige Veteranen der Phönix-Kampagne anwesend die das positiver lenken hätten können. Meine Vermutung... entweder den Leuten nur den Part mit "mein Volk" zusenden oder die Szene noch mehr Scripten mit direkten Anweisungen/Zeitplänen. Ich präferiere die erste Lösung, da man damit mehr Freiheit hat. Trotzdem nee lustige Szene :) Lukas war definitiv mein Highlight dieser Szene, ebenso wie den feigen Deserteur zu verprügeln... bei letzteren hätte man durchaus noch mehrere Minuten mit Nachbesprechung verbringen können, damit klar wird das auch er nur ein armer Tropf ist, dem Unrecht wiederfahren ist.

Noch mehr Gejammer auf hohen Niveau... bitte werft nicht zuviel von dem um, womit ihr uns im Vorfeld füttert. Es gibt ein paar wenige Spieler die sich im Vorfeld viel Mühe machen und eigene Szenen vorbereiten. Wenn jedoch die Erwartungshaltung und das eigentliche Spiel zu weit auseinanderliegen, sind diese Ideen nicht mehr durchführbar.

wichtige Dinge:

Ich empfand das ungewöhnliche Dreiergespann einfach als genial und sehr plausibel. Auch war diese Konstellation in meinen Augen höchst logisch. Zuallererst haben wir die Suaviten, klassische Weltverbesserer, die sowieso an der Blase forschen. Dann einen genialen, starken und charismatischen Mann, der eine Veränderung des gegenwärtigen Zustands anstrebt und zuletzt den naivsten Altruisten, den ich in meiner ganzen Larp-Karriere begegnen durfte. Letzterer verfügte durch eine Laune des Schicksals (Böse Zungen würden behaupten, man habe ihn sein rechtmässiges Erbe gestohlen) über die notwendigen Mittel alle Pläne durchzuführen.

Nochmal im Detail:
Die Suaviten haben mich stark an die Linderer des Ilmater aus dem D&D Universum erinnert. Ich bin euch unglaublich dankbar das ihr eine der vielen möglichen Interpretationen von Suavis bespielt habt, die vom Standartsuaviten der sonst bespielt wird abweicht. An dieser Stelle muss ich mich aber selber rügen, dass ich euch nicht angespielt habe. In der Retrospektive weiß ich jetzt das ich euch liebend gern verteidigt hätte und ich bin traurig das ihr offenbar wenig bis gar keine Verteidiger hattet :( . An dieser Stelle kann ich mich nur entschuldigen das mein Frust über die Darstellung anderer Suaviten leider gewonnen hat.

Mit den Varkashiten hatte ich am wenigsten zu tun, aber alles was ich gehört und gesehen habe, hat mir sehr gefallen. Gute Darstellung und gute Besetzung. Ein paar der gehörten Geschichten haben meine Seele lächeln lassen :D

Die Ultorianer... die Fraktion mit der ich am meisten zu tun hatte. Allen voran Ubald... Ubald ist ein schwieriger Charakter. Ich bin froh das dies mein zweites Spiel mit Ubald war, denn ich habe ein ganzes Spiel gebraucht um die Großartigkeit dieses Charakters zu erkennen. Wo ich auf dem Torwendil einfach nur frustriert über Ubald war (wie kann ein Mensch nur so naiv sein), konnte ich auf diesen Spiel seine Darstellung einfach nur innerlich feiern. Es gehört imho unglaublich viel dazu so konsequent und so ausdauernd einen Naivling zu spielen, Chapeau für die Darstellung, ich hätte das nicht gekonnt. Das dir der Dolch der dein Ende besiegelte auch noch von deinen ersten Anhänger ins Herz gerammt wurde hat eine Tragik, die ihresgleichen sucht. Wäre ich an der Stelle überraschter gewesen... ich hätte geweint. Danke an den Spieler von Ubald, du hast die Rolle super ausgefüllt und danke an die Orga das sie eine so wunderschöne Rolle geschrieben hat.
Bruder Jorge du warst ein hervorragender Schatten von Ubald, der perfekte Danzo (dies mag jeder Eingeweihte verstehen ;) )
Bruder Severinus (richtig geschrieben?) auch mit dir hatte ich viel spaß. Danke das du Ubald viel entlastet hast und nicht müde wurdest uns Spielern Antworten auf unsere Fragen zu geben.

Die Kritik an der Blase und der Entscheidung über die Thronfolge kann ich nicht verstehen. Die Orga hat eine Möglichkeit erschaffen in der wir "fast" demokratisch darüber abstimmen konnten. Mehr Mitbestimmung kann man imho nicht erwarten, denn es war nicht schwer sich die nötigen Informationen zu beschaffen um "wählen" zu können. Lob an die Orga dafür.
Auch das fehlende Drama verstehe ich nicht. Ich finde es großartig das es passieren kann das eine Figur wie Wentzel von nur 2 Personen begrüsst werden kann, weil diese zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Wieviel Drama daraus entsteht liegt dann an den 3 Personen (zumindest in diesem Beispiel) und die "Show" kam dann ja später. Bitte behaltet das bei!

Mein erstes Highlight dieser Con, wir konnten die Fehde zwischen den Familien Bärenklau und Schwarzberg-Breitenbach weiter bespielen. Danke an Ritter Eugen das du dich darauf eingelassen hast. Ich verstehe zwar nicht ganz das Unverständnis warum man in so einer Situation eine Fehde nicht trotzdem bespielen sollte, aber ich verstehe das du ein gebranntes Kind in dieser Hinsicht bist. Glaub mir bitte das es mir etwas leid tat das du mal wieder das Opfer einer Fehde wurdest ;) , aber etwas bereits gespieltes sollte auch weiter bespielt werden. Danke an die 5 Söldner, die sich uns für dieses Vorhaben angeschlossen haben, obwohl sie zurecht Angst vor den Konsequenzen hatten :D. Ich fand das Bild wie sich unsere bewaffneten Männer gegenüberstanden sehr schön und hoffe das wir die Geschichte fortführen.

Mein zweites und mein großes Highlight dieser Con die letzte Besprechung der Ultorianer. Hier möchte ich nicht groß ins Detail gehen und den Rest den Geschichtenzählern überlassen. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle eine Danksagung an alle abgeben die diese Szene für mich unvergesslich gemacht haben.
Danke an Bruder Prinz Konrad für alles was du getan hast, insbesondere unsere gemeinsamen Erlebnisse aufzählen.
Danke an die Schwester die meinen Namen vergessen hat... ich hab deinen leider auch vergessen :( . Ich vergesse leider alles was wichtig ist. Aber durch dich wurde die Szene lebendig.
Danke an Bruder Komtur fürs harte durchgreifen.
Danke an die beiden Nuntii genau richtige Entscheidung.
Danke an Ubald fürs konsequente naiv bleiben
Danke an eine Suavitin, du weisst schon wofür.
Danke an Bruder Severinus, Bruder Zwerg und Bruder Novize für ihre Beiträge zur Diskussion.
Danke an Bruder Balduin und Schwester Mechthild für ihre Vernunft.
Danke an alle anderen NSCs die dabei waren, erst durch euch wurde ein passendes Bild für die Szene erschaffen.

Mein einziger Wermutstropfen... ich hoffe ich habe Ubalds Ende nicht zuviel Dramatik genommen, aber ich befürchte das habe ich. :(

Vor dem Spiel sind ungefähr 5 Personen auf mich zugekommen die mich für meine bisherigen Taten zur Rechenschaft ziehen wollten... ich frage mich was daraus wurde. Bitte macht es einfach, vielleicht hättet ihr mich damit aus meiner Lethargie in die ich manchmal verfalle retten können. Zumindest was die Suaviten angeht, hätte mir ein derartiger Vorfall Kraft gegeben. (Erinnerung Hexe -> Schareck)

Abschließen möchte ich mit einen Apell gegen die Gleichgültigkeit. Wenn ihr könnt versucht Szenen Kraft zu geben, indem ihr dagegen oder dafür kämpft, denn gerade im Konflikt Spieler gegen Spieler entstehen die großartigsten Szenen, aber behandelt sie nicht gleichgültig. Und ja ich bin da nicht selbst frei von Schuld und bin häufig der Trägheit verfallen. Aber wenn wir über fehlendes Drama jammern sind wir häufig selber schuld, da wir keinen eigenen Beitrag dazu leisten einer Szene Drama zu verleihen. Siehe z.B. der Aufstand der Hoferaner in Tulderon... wer von uns hat sich mit den Hoferanern auf der Brücke festgekettet oder ein hartes Durchgreifen (am besten mit Ballisten) gefordert? Wer von uns hat die Suaviten auf diesen Spiel verteidigt? Wer Angst um seinen Charakter hat, kann beruhigt sein... Konflikte zwischen Spielern müssen nicht tödlich enden siehe z.B. den Angriff der Ultorianer auf dem Schattenhorn Skarabäus Spiel. Helft anderen indem ihr sie anstubst und in die richtige Richtung zeigt... Ich weiß nicht ob dieser Apell etwas bringt... und ich weiß auch nicht wie gut ich es schaffe ihn selber zu befolgen, aber ich werde es zumindest versuchen.

gez. Prior Abalatius vom Orden des wissenden Geistes zu Ilin Beichtvater der Familie Bärenklau


PS: großartige Lieder, schade das ich nicht eins gehört habe :D

PPS:
Lost and Found:
Orga ich habe euch den inneren Kraftbeutel samt Murmeln geklaut XD
Monia ich habe dein Fläschchen geklaut. Ich übergebe es dir (oder Mike) beim nächsten Lübeck-Stammtisch.
Ich vermisse noch eine schwarze Bundhaube. Verloren in der Prequel-Szene.
"All dies ist schon einmal geschehen und all dies geschieht irgendwann wieder..."
Freundschaften sind die Basis! gez. Zwiebelmann

Lasst euch nicht von meinem Rang beeinflussen, er wurde mir vom Großinquisitor persönlich verliehen!

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Andreas Neiling
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Re: Aklon Essenz des Blutes

Beitrag von Andreas Neiling »

Hier mein Feedback als NSC:Grandiose Location – allein dafür hat sich die Fahrt schon gelohnt.
Liebevoll ausgearbeitete Rollen, mit recht viel Hintergrundwissen (einen Teil davon hab ich sogar behalten bis zum Spiel *gg) was mir persönlich viel Spaß gemacht hat- egal ob als Reichsritter, Varkaz(un)treuer, Bauer, Schwertbruder oder Spitzhut.
Einen Berg an Kostümen und Requisiten – von der „Maschine“ im Keller bis hin zu Dr. Bibber – alles Dinge, die zur Atmosphäre beigetragen haben und die mein Auge erfreuten.Toller NSC Haufen, immer wieder gern mit Euch, fühlt Euch alle ganz herzlich gedrückt von mir – Danke.
Danke an Euch Spieler und NSC`s für Eure Hilfsbereitschaft und die vielen schönen Momente (den Splitter aus meinem Herzen zu entfernen, die Klangschale von Richard, Agathe die schon nach 1 Minute meinen Namen vergessen hatte und vieles mehr) im Spiel.
Zum Plot und dem Ausgang am Ende möchte ich nur so viel sagen: Für Aklon ist das Zeitalter von König Warnulf und Königin Gudrun ein für alle Male zu Ende. Und es war schon überraschend, wer da aus der Quintessenz bzw. Keller kam … So ist es nun eine Herausforderung und Möglichkeit Aklon neu zu gestalten, das gilt für Orga`s, NSC`s und Spieler gleichermaßen.
Die Menge an Zeit, Arbeit, Stress und Schlafmangel, sowie Engagement und Bereitschaft, um dieses Event zu ermöglichen und das praktisch ehrenamtlich von Euch, weiß ICH sehr zu schätzen. Deshalb hier vielen, vielen DANK an die „richtigen Orga`s“ Andy, Daniel, Micha, Mike und Simon, sowie die Gehilfen Tara und Kerstin.
Ich freue mich schon auf Euer nächstes Spiel :-P
Der Andi
PS: Als Mark von Schelten werde ich dafür sorgen, das Königin Elisabeth Ihre Gedenkstätte bekommt, auch der Herzogin Hiltrud von Warall wird angemessen gedacht werden.
@Kerstin :-X extra Dank für das leckere Essen, nicht zu vergessen die Grillmeister – Danke
@Andy und Andrea "gute Besserung"
Glück ist wie Seife. Manchmal flutscht es einem einfach durch die Hände.

Jonas L.
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Beiträge: 134
Registriert: Do 21. Okt 2010, 18:30

Re: Aklon Essenz des Blutes

Beitrag von Jonas L. »

Dann möchte ich auch einmal mein Feedback abgeben.
Vieles von dem was Benni schrieb sehe ich ähnlich.

Die Location war super. Schön groß, viel Platz, auch für private Gespräche. Sanitäranlagen top. Viele Gänge zum erkunden. Auch wenn ich kaum die Zeit hatte alles zu erkunden. Dazu ein großer Innenhof für Kämpfe, super!
Das Frühstück war ebenfalls top. Da wir uns ansonsten kalt verpflegt haben (danke nochmal an Melle), hat mir eine weitere Verpflegung nicht gefehlt. Das es gestellte Grillplätze gab war super, was ich aber nicht gut fand war, dass beim Anfeuern dieser gefühlt der gesamte Plot stehenblieb. Das war für Leute die nicht grillen wollten eher ungünstig gelöst.

Das Prequel war ganz nett, hatte aber in meinen Augen quasi auch keinen Zusammenhang mit dem eigentlichen Spiel.

Damit komme ich wie viele andere eigentlich auch zu meinem Hauptkritikpunkt. Dafür dass vorab soviel weltlich/politische Teaser gepostet wurden, war mir der Plot deutlich zu Magie lastig (wie Benni bereits schrieb, daher will ich das nicht weiter ausführen).

Gerade als Adeliger hätte ich mir mehr Politik, Verhandlungen usw. gewünscht. Als am letzten Abend die verschiedenen wichtigen nscs auftauchten gab es einige Gesprächsszenen die sich um die weltliche Politik drehten von denen ich mit mehr gewünscht hätte.

Schwierig fand ich es in diesen Gesprächen den Standpunkt von Elisabeth zu vertreten, da sie in der Vergangenheit auf Spielen häufig als eine Art Tyrannin dargestellt wurde. Die wenigen Texte vor dem Spiel, dass sie volksnah ist, verbesserten die Verhandlungsposition nicht sehr.

Den Beginn des Hauptspiels fand ich durch den Kampf mit den Schwertbrüdern direkt sehr stimmungsvoll und man wurde direkt ins Spiel katapultiert.

Das Ende hingegen war meiner Meinung nach etwas überhastet, hier hätte ich gerne noch mehr Zeit in der Burg gehabt um mit den nscs und anderen Spieler Gruppen über den neuen König und die Ereignisse zu sprechen.
Insbesondere dadurch, dass ich zwischenzeitlich das Gefühl hatte künstlich gebremst zu werden (nicht zu öffnende Türen oder überhitzte Maschine), machten die sich überschlagenden Ereignisse am Ende noch etwas unbefriedigender.

Aber trotzallem hatte ich ein sehr schönes und emotionales Spiel und viel Spaß beim Spiel mit meiner Gruppe (Danke an euch alle!) und mit anderen Spielern/NSCs.

Die Organisation war im großen und ganzen sehr gut und die nscs schienen gut gebrieft zu sein und waren von der Besetzung gut gewählt.

Ich hoffe, dass es weitergeht und bin gespannt ob der neue König das einhält was er gesagt hat. Außerdem hoffe ich, dass trotz der Ereignisse das Politik Spiel weitergeht und sich der Plot in Zukunft nicht zu sehr auf Magie konzentriert.
Ich würde es cool finden, wenn die "weltlichen" Probleme die aufgrund des Bürgerkriegs entstanden sind nicht durch "einfache" Texte abgehandelt werden sondern die Auseinandersetzung mit diesen auf künftigen Spielen weiter vertieft wird.

Danke für das rundum dann doch sehr schöne Spiel!

Christina Sattler
Junker
Beiträge: 4
Registriert: Sa 19. Dez 2009, 04:21

Re: Aklon Essenz des Blutes

Beitrag von Christina Sattler »

Nun ist es also geschehen. Ein neuer Regent wurde zu Aklons Oberhaupt erklärt. Ich empfinde König Wenzel als interessanteste Wahl in Bezug auf neue Möglichkeiten und Wege, die es nun in Aklon zu ergreifen und zu beschreiten gilt.

Die Location war wunderschön und so weitläufig und verzweigt, dass man sich zuweilen wie ein Erstklässler in Hogwarts fühlte. Das Frühstück ließ keine Wünsche offen und auch die Verpflegung hinter den Kulissen im NSC/Orgabereich war bestens. Ein herzliches Dankeschön an die Helfer, die hier unermüdlich für unser Wohl und möglichst reibungslose Abläufe gesorgt haben. Mein Briefing war liebevoll und umfangreich ausgestaltet.

Das Prequel hat mir gut gefallen, gerade um den Status Quo noch einmal einzufangen und somit für alle noch einmal spürbar und erlebbar zu machen. Ich denke mit Bedacht eingesetzt ist es ein wirkungsvolles Instrument, um auch mit der Phönixwelt weniger vertraute Spieler abzuholen und in die Geschichte zu ziehen. Dementsprechend schade fand ich, dass sich nichts von den Geschehennissen aus dem Prequel oder allgemein aus dem Bürgerkriegsszenario ins Hauptspiel übertrug. Es wurde zwar viel darüber geredet, dass das Land brennt, Ressourcen versiegen, die Bewohner Aklons langsam vor die Hunde gehen und auch besser gestellte Bürger und Adelige sich den Folgen des Bürgerkrieges nicht mehr entziehen können, spürbar war dies im Hauptspiel jedoch nicht. Stattdessen war man an einem abgeschotteten Ort mit einer Magieblase konfrontiert.

Auch wenn jeder in der Lage war, mit seiner inneren Kraft auf die Zukunft des Landes Einfluss zu nehmen, erschien mir der Personenkreis, der sich aktiv mit den Geschehennissen, wie auch den Hintergründen vor Ort auseinandersetzen konnte (durfte), überwiegend auf den Kreis der Gelehrten beschränkt.

Den handfesten Problemen, die sich für die Spieler (insbesondere die Adeligen, mit verwüsteten Ländereien, brachliegender Landwirtschaft, hungernden aufständischen Bauern und Handwerkern mit zerrissenen Familien und marodierenden "gegnerischen" Truppen) aus dem gestellten Szenario ergeben wurde dagegen kaum Raum gegeben oder Impulse gesetzt, die die Dringlichkeit und den Handlungsbedarf, dem Ganzen endlich ein Ende zubereiten unterstrichen hätten.

Ich persönlich hätte es der Sache dienlicher gefunden, wenn das Bürgerkriegsszenario in Konfrontationen mit den Dramen, die direkt daraus resultieren und auch mit den Leichen über die einzelne Parteien bereit sind zu gehen, um ein Ende dessen herbeizuführen oder Gewinne/Macht aus der Situation zu ziehen gegipfelt hätte (anstatt dieses richtungsweisende Ereignis von einem Quintessenzplot überlagern zu lassen).
Ich denke, hier hätte das Feuer der Leidenschaft sich am Spielgeschehen zu beteidigen/bzw. sich hineinziehen zu lassen bei vielen (einem breiteren Spektrum an Spielern und Spielkonzepten) deutlich heller gelodert.

Ich freue mich nun auf die Folgen, die die Wahl von Wenzel als Regenten nach sich ziehen und in wie weit sich Aklon von den Folgen des Krieges erholen und seine Weltmachtsposition (vor allem politisch) wiedererlangen kann.

Zuletzt, danke auch an meine Fahrgemeinschaft für die vielen offenen Gespräche und auch an meine Zimmergenossen, die die Tage auf engstem Raum ganz wundervoll erträglich gemacht haben.

LG
Christina/ Schwester März, die rechte Hand der Mutter Borelli
Zuletzt geändert von Christina Sattler am Sa 1. Feb 2020, 17:46, insgesamt 1-mal geändert.

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Robert Napierski
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Re: Aklon Essenz des Blutes

Beitrag von Robert Napierski »

"Puuuh, das war knapp"

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