Feedback "Das Friedenskonzil zu Auenbach"

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Simon K.
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Feedback "Das Friedenskonzil zu Auenbach"

Beitrag von Simon K. » Di 30. Apr 2019, 14:05

Hallo liebes Forum,

als ich mir wenige Wochen vorher die Location im Internet angeschaut habe, habe ich das Schlimmste befürchtet. Aber es kam zum Glück doch anders, die Hütten und das Haus waren nett zu bespielen und die Spielerzahl für die Location ausreichend bis ideal. Mehr Spieler hätten (in Anbetracht der Größe) vermutlich gestört. Wer Meudelfitz als Spielort kennt, Osterlüchten ist die kleine Schwester.

Setting und Plot kollidierten öfters. Ich hätte moderierte Friedensgespräche gewünscht aber durch die Verstrickungen mit den Plot, kam es letztendlich zu vielen kleineren Gesprächen, was sicherlich auch seinen Reiz hatte. Plotofakt direkt in den Speiseraum zu platzieren war logisch, somit konnte man die Geschehnisse nicht ignorieren aber trotzdem (weitestgehend!) umgehen - wodurch aber das Konzil als Setting in den Hintergrund geraten ist. Die Suaviten als Gastgeber hätten sicherlich noch weitere 2 - 3 NSC an ihrer Seite vertragen um die Immersion eines Klosters aufrecht zu erhalten. Das Kloster an sich wurde aber mit den vielen Stoffen, Kissen und Suavis-Stuff schön ausgestattet.

Die Verstrickungen aus vorherigen Cons bewies nochmal die Funktionalität der Phönix Carta. Die Vergangenheit holt einen schneller ein als man denkt, auch wenn ich keine langen Gerichtsverhandlungen mag. Besonders hervorheben möchte ich jedoch, es war keine ultorianische Lynchjustiz und Ankläger und vor allem der Verteidiger haben eine hervorragende Show abgegeben.

Plot war für mich weitestgehend fremd, deshalb habe ich das Ende auch nur bedingt verstanden. Das war letztendlich auch nicht schlimm und womöglich bietet das Ende auch Stoff für eine Fortsetzung der Geschichte. Das würde mich jedenfalls sehr freuen. Liebe Patchwork-Orga macht weiter!

By the way liebe Varkaz-Sympathisanten. Hier nochmal das besagte Edikt aus 5029:
http://phoenix-carta.de/viewtopic.php?f=20&t=2333 8)
// Neuigkeiten zu weiteren Cons der Phönix Carta findest du auf Facebook unter http://www.facebook.de/phoenixlarp

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Frank Bauer
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Re: Feedback "Das Friedenskonzil zu Auenbach"

Beitrag von Frank Bauer » Di 30. Apr 2019, 16:11

Moin zusammen,
ja, das hat Simon schon gut zusammengefasst. Trotzdem auch von mir ein paar Punkte. In der Tat war die Location nicht schlecht. Das Haus war halt ein Haus, wurde aber von der Orga mit viel Mühe und soweit möglich in ein suavitisches Kloster verwandelt. Die Hütten fand ich in Funktion, Anordnung und Optik prima. Das Gelände ist klein, aber je nach Spielansatz völlig ausreichend.
Und - nach langer Zeit fand ich es auch ganz schön, mal wieder eine Vollverpflegung zu haben, die auch sehr gut war.
Was das Spiel selbst betrifft, hat Simon es schon sehr gut ausgedrückt. Der eigentliche Ansatz des Friedenskonzils und der Dämonenplot waren schwierig unter einen Hut zu bekommen. Eigentlich hätte man den Plot nicht ignorieren sollen/dürfen. Da es aber doch so viele getan haben, weil sie eher den Fokus auf die politischen Gespräche gelegt haben, sieht man ja, was am Ende dabei herausgekommen ist.

Ich hatte den Eindruck, dass die Orga in dieser Konstellation sehr gut zusammen gearbeitet hat und denke, das hat Zukunft. Ihr wart immer da, wenn man euch brauchte und wirktet nie gestresst.

Die Gerichtsverhandlung war für mich auch eher ein Störfaktor. Zu lang, zu ermüdend und am Ende für alle irgendwie unbefriedigend, denke ich. Ich hätte gerne darauf verzichtet.
Kleiner Hinweis an Chris: Ich glaube, du hast die Milde des Urteils möglicherweise nicht ganz realisiert. Auch Königin Gudrun war Hohepriesterin des Ultor. Wenn du nicht den Schwertbrüderorden wählst, kannst du Ultorianer werden ohne den Grafentitel ablegen zu müssen. Das jedenfalls war mein Hintergedanke bei einer (durch dein Geständnis) notwendigen Strafe, ohne dein Spielkonzept zu zerknallen. Der auferlegte Verzicht auf Prunk mag dich da härter treffen, aber eines der wichtigen Prinzipien bei Phönix ist, dass Taten Konsequenzen haben (können). Wobei jeder, ganz im Sinne Nuntius Ubalds, eine zweite Chance verdient hat.
Daniel, Hut ab vor dieser grandiosen Verteidigung!
Zuletzt geändert von Frank Bauer am Do 2. Mai 2019, 19:53, insgesamt 1-mal geändert.

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A Beck
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Re: Feedback "Das Friedenskonzil zu Auenbach"

Beitrag von A Beck » Di 30. Apr 2019, 19:38

Hallo,

Kurzes Feedback aus Sicht eines NSC.

Die Lokation war für das Spiel gut.
Unterbringung, Räumlichkeiten und Essen waren gut.
Schön wäre ein seperater Raum für Verhandlungen im Sinne der Ankündigung -> Friedensverhandlungen gewesen, dann hätte der Teil intensiver bespielt werden können. Ich hatte das Gefühl, dass dieser fehlte.
Steuerung der NSCs war gut, ab und ab wäre etwas mehr Background Info für die "Freizeit" Charaktere gut gewesen, damit man gezielter auf Fragen antworten kann, quasi eine Din A4 Seiten Briefing mit allgemeinen Informationen die man als Vorort lebender Charakter wissen muss.

Spieler, da habe ich einen Kritikpunkt:
Close Combat: einen Unterarm auf der Brust und damit gegen die Wand gedrückt zu werden oder den Schwertarm verbogen zu bekommen ist zu viel! Auch blaue Flecken am Rücken und Vorort noch vor Schmerzen massiert werden müssen weil man gefühlt eher mit Dachlatten und nicht Larp Schwertern vertroschen wird ist auch zu viel! Leute: auch Traumwächter haben Gefühl, insbesondere wenn sie nur ein schwarzer Laken übergeworfen haben und keine Vollplatte an haben. Auch wenn man eine Maske auf dem Kopf hat ist der Kopf keine Trefferzone, auch beim dritten mal Maske weghauen finde ich das noch immer nicht witzig. Bitte bitte etwas sanfter Leute, so macht es keinen Spass!

Mein Dank geht an die Orga, meine MitNSCs (wir hatten viel Spaß) und die Spieler für ein paar sehr feine Charakterszenen.
Weiter so, aber gerne südlich von Hamburg! Aus der Ecke Koblenz war die Anfahrt echt grenzwertig und momentan tendieren die Spiele leider in Ecken die von uns aus sehr schlecht zu erreichen sind.

Grüße
becko

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AC Weber
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Re: Feedback "Das Friedenskonzil zu Auenbach"

Beitrag von AC Weber » Mi 1. Mai 2019, 11:38

Vielen Dank für das schöne Spiel!
Leider hatten ja viele NSCs abgesagt, sodass wir sehr wenige Suaviten vor Ort waren. Gefühlt verwandelte sich der Tempel am ersten Tag in einen ultorianischen Besprechungsraum ;).
Wir haben versucht das Beste daraus zu machen und ich kann durchaus sagen mir war keine Minute langweilig ;).

Vielen Dank für den großartigen Escape Room, der war einfach klasse!
Auch die Horror Elemente waren für mich gut gelungen, das gruselige kleine Mädchen morgens um 6 vor dem Zimmer und dann noch eine Suavitin zum Foltern zwingen, Hut ab, mehr geht da für mich persönlich nicht ;).

Es war tatsächlich etwas schade, dass wir es nicht geschafft haben, alle Würfel zu sammeln um das Wesen zu bannen. Aber umso schöner war es, dass es dann doch nicht so mächtig war, das wir alle fliehen mussten und von selbst gegangen ist ;).

Die Location ist super, das Essen war klasse! Ich fänds klasse wenn ihr nochmal patchworked ;),
AC

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Re: Feedback "Das Friedenskonzil zu Auenbach"

Beitrag von Kristina Schnoor » Mi 1. Mai 2019, 22:06

Moin,

auch von mir vielen Dank für ein schönes Spiel, in einer guten Location, mit tollem Essen und einer immer präsenten Orga. Mit den Mitspielern und NSC´s mit denen ich zu tun hatte, hatte ich viel Spaß.

Allerdings habe ich auch (leider) drei große ABER, die das Spiel nicht gerade zu einem Highlight gemacht haben:

1. Die schon angesprochene "antikausalität" zwischen Spiel Ankündigung und Spiel Verlauf.
für uns als "ausländische" Adelstruppe vermutlich noch stärker zu spüren als für alle Anderen.
Mir ist nicht begreiflich wie man sich ein angekündigtes Konzept von Friedens- und dipolmatischen Verhandlungen gleich am ersten Abend noch vor der offiziellen Vorstellungsrunde selbst zerschießt.... und das obwohl sich mittlerweile immer mehr Spieler bereitwillig auf vorgegebene Konzepte und Wünsche der Orgas einlassen (eine für mich durchaus positive Entwicklung, die es noch vor 10 Jahren nicht gegeben hätte)

Es hat dann wohl noch Diplomatie zwischen den aklonischen Adeligen stattgefunden, aber wir als "Sythen" waren da dann raus, da hat auch kein Bezug zu Aklon und auch kein "anbiedern" bei aklonischen Rittern mehr geholfen :lol:
All unsere Charakter, die nicht komplett auf Diplomatie ausgelegt waren haben sich dann auf den "Weltrettungsplot" verlegt... vermutlich zum Glück für die Welt ?! :wink:

Für mich persönlich war dies weder ein Diplomatie Spiel... noch gabe es Friedensverhandlungen.... und mir persönlich haben auch die Horror-Elemente gefehlt.

Und ich glaube auch der Aktion der Ultorianer in Richtung der eiselfischen Abgesanten hätte ein wenig mehr Raum für Diplomatie gut getan...

2. Ich habe nicht ganz verstanden warum es in einem suavitischen Kloster essenstechnisch zugehen muss wie in einem Schnellimbiss.... gut mittlerweile ist klar geworden, dass wohl ein paar NSc´s gefehlt haben.. aber trotzdem hätte ich vielleicht eine Glocke die zum Essen ruft.... ein paar kurze Anweisungen für die Dienerschaft und vielleicht auch ein kurzes Tischgebet schön gefunden.

3. Meine Nackenhaare standen hoch als es zur Endschlacht ging.... und der erste Gedanke war: mal wieder eine Endschlacht im Dunklen.... der zweite Gedanke war: und dadurch auch mal wieder nur improvisiertes Spiel für die Heiler. Das Erste finde ich gefährlich... das Zweite zumindesten schade...
Aber zum Glück ist ja alles gut gegangen... und alle Schlachtbeteiligten schienen Spaß zu haben.

Meine imponierendsten Elemente des Spiels waren: die Predigt des Abtes und die Verteidigung des Grafen bei der Gerichtsverhandlung... vielen Dank dafür!!!

Trotzdem an dieser Stelle noch einmal meinen aufrichtigen Dank an die Orga, denn wir alle wissen wie viel Zeit, Mühe und Herzblut es kostet so ein Spiel auf die Beine zu stellen.

lg tina
Die NACHT ist nicht allein zum schlafen da....

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