Neuer Nachteil:Alzheimer??

Eine Sammlung von alten und neuen Vorschlägen zum Regelwerk

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Tobias Stahl

Neuer Nachteil:Alzheimer??

Beitrag von Tobias Stahl » So 5. Mär 2006, 20:21

:D Moin moin
Hab mir mal Gedanken gemacht, was man bei den Nachteilen ändern könnte..
und da ist mir spontan Alzheimer eingefallen, also mein Regelvorschlag:

Alzheimer Stufe 1
Ein Charakter, der unter Alzheimer Stufe1 leidet, kann sich keine Namen, Orte oder Uhrzeiten merken, es sei denn, es sind nahe Verwandte, oder Freunde.. Ausserdem, entfallen ihm beim sprechen häufig wörter, über die er erst sehr lange nachdenken muss, bis sie ihm wieder einfallen.

Alzheimer Stufe 2:
Ein Charakter, der unter Alzheimer Stufe2 leidet ist eine echte Geduldsprüfung für seine Mitspieler. Obendrein ist es dem Charakter unmöglich, eine Spruchformel oder ein magisches Bardenlied zu sprechen, da er sich diese nicht merken kann - die Anwendung von Magie ist ihm somit verwehrt.

Alzheimer Stufe 3:
Ein Charakter, der unter Alzheimer Stufe3 leidet ist sehr Demenz und zu kaum einer klaren Artiulation fähig, er erkennt weder nahe Verwandte, noch weiss er über Magie oder Alch/pharm Rezepturen bescheid, er hat das Lesen verlernt..

Jeweils 3 Ep

So in etwa.. natürlich noch Krtitikfähig.. :D ,denke aber mal, das es sehr viel Leben ins Spiel bringt..ausserdem lässt es sich relativ leicht ausspieln, kann aber trotzdem zu peinlichen Situationen führen..
also, anmerkungen?

:arrow: ps: Bei der dritten Stufe bin ich mir nicht ganz sicher..von wegen 3 Nachteileregel..
Mfg derT.

Simon Kebeiks

Beitrag von Simon Kebeiks » So 5. Mär 2006, 21:47

von der idee her find ich das cool!
kann wirklic sehr lustig sein, wenn man mitten im wald steht undder jenige der führt nicht wieder zurück findet :twisted:

Karina Schöpp

Beitrag von Karina Schöpp » Mo 6. Mär 2006, 01:23

Finde die Bezeichnung "Alzheimer" nicht so toll - das ist m.M.n. eine zu üble Krankheit, um sie als Spielelement zu verwenden.
Verbesserungsvorschlag: "Vergeßlichkeit" (das trifft's irgendwie besser).

Torben Freytag
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Beitrag von Torben Freytag » Mo 6. Mär 2006, 10:12

Stufe 1 und 2 sind eine echt gute Idee (auch von mir der Einwand mit dem Namen). (Spiel ich bei dsa auch gerne:-D). Stufe 3 ist aber glaub ich nicht mehr spielbar.
"Die Kirche ist kacken, schon klar"

Simon Kebeiks

Beitrag von Simon Kebeiks » Mo 6. Mär 2006, 10:20

stufe 3 ist dann für die begleit-charaktere bei minderjährigen ^^

Tobias Stahl

Beitrag von Tobias Stahl » Mo 6. Mär 2006, 17:52

joa..das mit dem namen ist wohl wahr, und wieder so eine sache..
finde aber ehrlich gesagt, dass die dritte stufe halt auch nicht sein muss..
sonst noch kritik??

wie sieht es mit den Ep aus?--> gerecht/ungerecht??
hat jemand vielleicht noch andere nachteile??
z.B.Zittern..sehr böse beim bogenschiessen..(wie bei DRdK) :evil:

mfg DerT. :wink:

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Beitrag von Jenifer Winter » Mo 6. Mär 2006, 17:57

1.
Karina Schöpp hat geschrieben:Finde die Bezeichnung "Alzheimer" nicht so toll - das ist m.M.n. eine zu üble Krankheit, um sie als Spielelement zu verwenden.
Verbesserungsvorschlag: "Vergeßlichkeit" (das trifft's irgendwie besser).
Dem stimme ich zu.

2. Die Nachteile sind nicht festgelegt. Wenn du so etwas darstellen willst, dann sprich mit der entsprechenden Orga.(Ich hatte auch schon z. B. einen kurzsichtigen Char.) Der Regelwust wird sonst mMn immer unübersichtlicher.

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Neuer Nachteil "Alzheimer"???

Beitrag von Birte Schulz » Di 7. Mär 2006, 00:01

Ich muß da Jennifer voll zustimmen. Die Nachteile sollen einem Chara. mehr Farbe verleihen und im Notfall kann er auch seine EP aufstocken.Natürlich wird keine Orga einem Spieler verbieten Nachteile auszuspielen, für die er keine EPs erhält.
Möchte ein Spieler den EP-Bonus nutzen, so orientierte ich mich bisher an den vorhandenen Nachteilen.
In diesem Fall würde ich den Nachteil nicht in Stufen aufteilen, sondern es dem Können des Spielers überlassen.Bei der EP-Vergabe sollte mindestens "Stottern"(7EP) zu Grunde liegen. Der arme Charakter kann keine Magie/Zauberei/ Orts-Legendenkenntnis anwenden. Er wird auch nur schwer über seine Anfangsfertigkeiten hinaus kommen. Ich bin fast dazu bereit es auf 10EP aufzustocken- siehe "Stumm".
Aus moralischen Gründen darf es nicht Al....... heißen.
Vielleicht sollte jetzt kein großes Kampfgrübeln über neue Nachteile beginnen. Denken wir lieber mal darüber nach, wie wir gute Einfälle von Spielern (wie z.B.solche Nachteile) so festhalten, dass der Spieler diesen Charackter möglichst genauso bei einer anderen Orga weiterspielen kann.
(Das gilt natürlich nicht für Zauber, Götter, Politik,u.s.w.-ihr wißt schon was ich meine.)
MfG

Tobias Stahl

Beitrag von Tobias Stahl » Di 7. Mär 2006, 00:04

Wunderbar.. genauso wollte ich es hören.. froi mich auf den nächsten Con.. mfg Tobias Stahl.. :D

Leo Hübner

Beitrag von Leo Hübner » So 26. Mär 2006, 03:04

wieso seid ihr alle der meinung, die bezeichnung "Alzheimer" ist "moralisch nicht vertretbar"?

wie steht es mit der bluterkrankheit?
oder mit den drogenabhänigen/paranoiden/wahnsinnigen/todessehnsüchtigen/etc.???


natürlich ist alzheimer eine.....nicht gerade schöne angelegenheit...(ich kenne selbst 2 betroffene), aber ich denke es ist kein problem das wort in einem spiel zu gebrauchen. man muss zwischen realität und spiel unterscheiden können.

ich meine....

bin ich ein rassist, weil ich einen schattenelfen spiele? wohl kaum.

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Lars Büker
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Beitrag von Lars Büker » So 26. Mär 2006, 15:09

Was spricht dagegen, den Nachteil "Vergesslichkeit" zu taufen?
In Wirklichkeit bin ich viel hübscher.

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Beitrag von Jenifer Winter » Mo 27. Mär 2006, 17:40

Leo Hübner hat geschrieben:wieso seid ihr alle der meinung, die bezeichnung "Alzheimer" ist "moralisch nicht vertretbar"?
Die Alzheimer Krankheit ist mehr als Vergeßlichkeit. Das Gehirn"setzt aus", was z.B. die Mukelatur mit einbezieht. Im späteren Stadium führt diese Erkrankung zu einer Unfähigkeit, selbstständig zu Leben (bettlägerig, unfähig zu essen) und man stirbt auf jeden Fall.
natürlich ist alzheimer eine.....nicht gerade schöne angelegenheit...(ich kenne selbst 2 betroffene)
Somit kennst du die Belastung für Betroffene und Angehörige
wie steht es mit der bluterkrankheit?
Läßt sich OT medikamentös behandeln und man lebt gut damit.
oder mit den drogenabhänigen/paranoiden/wahnsinnigen/todessehnsüchtigen/etc.???
Therapierbar

bin ich ein rassist, weil ich einen schattenelfen spiele? wohl kaum.
Stimmt. Sind wir alle weltfremd, weil wir Larper sind?

Kai-Alexander Kuitzsch

Beitrag von Kai-Alexander Kuitzsch » Fr 31. Mär 2006, 11:32

Jenifer Ehlert hat geschrieben:
bin ich ein rassist, weil ich einen schattenelfen spiele? wohl kaum.
Stimmt. Sind wir alle weltfremd, weil wir Larper sind?
OT => sind wir Larper, weil wir weltfremd sind? Bild

Ich halte die Festchreibung eines solchen neuen Nachteils ebenfalls für überflüssig.

J. Kuchenbuch

Beitrag von J. Kuchenbuch » Mo 10. Dez 2007, 18:01

Oha. Heilbare Krankheiten sind also moralisch okay, nicht heilbare böse? Mal ehrlich, das ist doch Unfug.

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Beitrag von Benjamin Schmidt » Di 11. Dez 2007, 20:21

hier gehts aber zur sache, da darf ich nicht fehlen^^.
Erst einmal, Tolles Thema Tobi!

Zuerst mal Grundliegendes: Freie Nachteilwahl von nicht festgeschrieben Nachteilen ist nicht nur möglich, sondern durchaus erwünscht, bei der Cartasitzung kam genau dieser Punkt zur sprache.
Nachteile machen unsere Charaktere erst zu dem was sie sind und jeder kann versuchen dinge wie z.B. Alzheimer mit Punkteanrechnung zu spielen. Die jeweilige orga wird versuchen die punkte dafür möglichst stimmig zu vergeben!

Zum Nachteil Alzheimer direkt:
Bei mir und generell auf unseren spielen, würdest du den Nachteil Alzheimer bespielen können, da ohnehin niemand außer dir weiß, ob auf deinem Charbogen Alzheimer oder Vergesslichkeit steht ist es meiner Meinung nach völlig wurscht, da du ohnehin ALZHEIMER spielen würdest.

Die Festschreibung einiger neuer Nachteile ist im Gespräch, wird jedoch auch niemals die Kreativität der Spielerschaft abdecken können.

was einige Meinungen angeht ( bewusst ohne jetzt Namen ), finde ich die moralischen grenzen etwas übertrieben, was aber wie gesagt meine persönliche Meinung ist und somit auch andere Äußerungen diesbezüglich nicht abwerten soll.

Meine Tochter hatte mit 2 Jahren einen schweren Fieberkrampf, sie hat aufgehört zu atmen und ihre lippen wurden blau. ihr kleiner Körper hing reglos in meinen armen. kein schöner anblick für einen Vater, könnt ihr euch denken. 2 Wochen danach war ich auf einem con und habe innerhalb von 30 min 2 mal SPASMUS ausspielen müssen (ein Fieberkrampf sieht aus wie ein epileptischer Anfall mit gegeneinander schnappenden Armen und Beinen, mit Schaum vorm mund)
Auch Spasmus ist keine lustige krankheit. Auch mit der neigung zum Fieberkrampf leben wir nun schon 2 weitere jahre, mit einer ständigen angst im nacken, jedesmal wenn meine maus fieber hat (bei kindern recht häufig) und dennoch beantrage ich nicht den zauber zu streichen!

es wird einfach für jeden an irgend einem punkt dinge geben, die man nicht gerne sieht oder ausspielen möchte. ich finde aber das es zum spiel gehört und man sich immer vor augen führen sollte, das niemand damit versucht andere Spieler vorzuführen zu beleidigen oder zu kränken. es ist ein SPIEL

ein anderes beispiel wäre eine Vergewaltigung die innerhalb einer meiner Spielergruppen angedeutet wurde. es gab deutliche Kritik, verständlicher weise. auf der anderen Seite ist der Malagash-Dämon Mogasz, was Vergewaltigungen und Verstümmelungen angeht das größte negativ Beispiel. mich reizt es aber dennoch mal so eine dreckige sau zu SPIELEN. aus moralischen gründen habe ich es bislang nicht getan.

und der punkt drogensucht ist genau so ein punkt wie leo schon geschildert hat.

vergesst nicht das es ein spiel ist, wir uns alle lieb haben und es immer jemanden gibt der mal ein stück vom sauren apfel erwischt.

daumen hoch für kreative nachteile!!

lg, benny
Geboren um Spielmann zu sein!

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