Bumms! Du bist tot.

Eine Sammlung von alten und neuen Vorschlägen zum Regelwerk

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Ewa Baumgarten
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Beitrag von Ewa Baumgarten » Sa 19. Feb 2005, 19:34

Mir ist von einem Bekannten folgende kleine Anekdote erzählt worden:

Eine Dämonenhorde rennt unter lautem Gebrüll auf ein Spielerlager zu, das von einer magischen Barriere umgeben ist. Die weniger mächtigen Dämonen müssen leider draußen bleiben, aber ein paar, darunter der Oberdämon, schaffen es durch die Barriere nach drinnen. Daraufhin geht der feindliche Magier zum Oberdämonen und sagt: "Ich hab dich gerade in einen Frosch verwandelt und trete jetzt auf dich drauf, du bist übrigens tot!"
Dass die Dämonen keine NSCs waren, hat den Spielern im Lager übrigens hinterher sehr Leid getan.

Ich finde prinzipiell die Möglichkeit, jemanden so lahm zu legen wie der "Metall zu Glut" es tut, sehr gut (aber ich glaube, das habe ich schon oft genug erwähnt). Wenn es nach mir geht, muss das bezauberte Opfer deswegen aber nicht gleich tot sein. Und wie so vieles bietet Metall zu Glut eine wunderbare Powergamer-Variante. Ich kann zum Beispiel mit dem fiktiven Elfenmagier am Anfang des Cons für meine maximalen CP (weil Alchemie kann ich ja auch, ich bin ja cool) Astraltränke ansetzen und dann Metall zu Glut-Schriftrollen basteln. Wenn dann an Tag 3 die Armee aus Dosen anrückt, um die Spieler kurz vor Conende noch einmal ein bisschen ins Schwitzen zu bringen, kann ich sie alle braten. Und weg sind sie, der Plot ist gegessen, Luruk gefallen und alle sind glücklich, bis auf die Dosen, die es nicht fassen können.
@Heiko: Gerade du müsstest diese Problematik ja nachvollziehen können. Wie viele MP hatte Kurt2 noch gleich? Und lass dich mal wieder im Geo blicken ;)

Sicher sind Magier Kriegern gegenüber im offenen Zweikampf benachteiligt (dafür will ich den Krieger im Certamen sehen... :D). Aber so ein totaler "Overkill", wie er mit Metall zu Glut möglich ist, ist ein bisschen unproportional gemein, finde ich. Eine einfache Lähmung würde es da auch tun, oder vielleicht die schon vorgeschlagene Variante des "raus aus der Scheißrüstung, das Ding wird heiß". Denn es geht ja darum, dass die Dose außer Gefecht ist - und nicht darum, den Magier zum maximalen Metakiller zu machen. Man kann eine bewegungsunfähige Dose genau so gut zerhacken wie gleich braten, und das Frustrationspotential ist weniger hoch.

Situation: Die laikerianischen Truppen marschieren auf ein leicht gerüstetes Heer Anguirer zu, die außer geradegebogenen Sensen nichts zu bieten haben. Aber halt - da ist dieser Dorfmagier mit den Schriftrollen! Alles klar. Er zaubert die erste Dose bewegungsunfähig.. die zweite... die dritte... alle! Irgendwann stehen sie da alle und können nix mehr machen. Dann stürmen die Bauern auf sie los und hacken sie in Stücke.

Und wo war jetzt im Endeffekt der Unterschied zu einem Metall zu Glut?
Vielleicht eine Scharte mehr in der Waffe?

Ich bin dafür.
Viviona Winterkind

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Heiko Weber
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Beitrag von Heiko Weber » Sa 19. Feb 2005, 19:36

Editiert, da Ewas und mein Post sich zeitlich überschnitten haben:
@Dirk

Naja, wie gesagt, die Vampirgeschichte war der beste Tod. Und in der Tat, dar schaut Dir in die Augen und Du bist hypnotisiertt.

Wenn Du in Vollplatte nicht mal vor Magiern mehr Angst haben mußt, was bleibt denn dann??

Und wie kommst Du auf die Idee, das Charaktere aus heiterem Himmel umgebracht werden? Welcher Magier sollte sowas tun? Ist doch auch nie passiert. Ebensowenig,wie ein Meuchler sinnlos Leute ummeuchelt, zaubert ein Magier sinnlos Leute in Rüstung zu Kohle. Das kann er nämlich nur einmal und danach ist er für den Tag kein Zauberer mehr.

Niemand im Phönixsystem ist unbesiegbar und das ist auch gut so. Der mächtige Magier mit 1000 MP, der Typ im Vollplatte mit 1000 RP, der König mit 1000 Leibwächtern, alle sind zu knacken, also was soll das rumgeheule? Zieh keine Vollplatte an, und Dir passiert durch den MzG gar nichts!
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Beitrag von Heiko Weber » Sa 19. Feb 2005, 20:45

@ewa:

Wie währe es, wenn die Krieger sich nur Rüstung bis zur Höhe Ihrer Lebenspunkte anzögen? Dann wäre das ganze nicht eine einzige Träne wert, weil MzG nur Deine Rüstpunkte Schaden anrichtet.

Und Anfangscharaktere mit 7 LP und 35 RP machen die Spielbalance auch kaputt.
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Beitrag von Ewa Baumgarten » Sa 19. Feb 2005, 21:33

Schöne Idee, aber dass das nicht durchführbar ist, hat schon das Mittelalter bewiesen. Und was wäre ein Schlachtfeld ohne die eine oder andere Volldose?
Viviona Winterkind

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Beitrag von Heiko Weber » Sa 19. Feb 2005, 23:40

@ Ewa
Im Mittelalter gab es Magier?

Was ich meine ist dies: Wenn einer Angst hat gegrillt zu werden, dann soll er auch keine fette Platte anziehn. Phönix ist kein Schlachtensystem sondern ein Rollenspiel. Und da gibts nun mal Magie, wenn auch nur viel zu sehr eingeschränkt.

Schau mal bei AD&D was Magier sonst so alles machen können mit über 1200 Sprüchen.

Magier gegen Krieger:

Ich flieg über ihn und grill ihn mit Blitzen.
Wort der Macht "Tot"
Ich verwandel ihn in einen Frosch
Magieschaden wird nicht durch Rüstung aufgehalten; Blitz, Feuerball, magisches Geschoß, Meteor regen, Prismatischer Strahl.
Ich mach mich unsichtbar und geh einfach weg.
Ich beschwör ein Elementar und schau zu wie der Krieger weggepustet wird
Ich hetz meinen Drachen auf ihn.
...
...
...

Und hier nur:

Metall zu Glut,
Pesthauch
Torpor
Klingenrost
Schildbrecher
Spasmus
Verliere den Verstand
Knochenbrecher

Das ist doch alles Witzkram
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Dirk Martin

Beitrag von Dirk Martin » So 20. Feb 2005, 00:45

Quote Heiko: "also was soll das rumgeheule? Zieh keine Vollplatte an, und Dir passiert durch den MzG gar nichts!"

Mir gefällt dein Ton nicht. Kein weiterer Kommentar von mir.

Jan Mühlenbeck

Beitrag von Jan Mühlenbeck » So 20. Feb 2005, 02:48

Aber recht hat Heiko.

Dirk Martin

Beitrag von Dirk Martin » So 20. Feb 2005, 10:32

Oh Mann..

Quote: "Ich flieg über ihn und grill ihn mit Blitzen."

Hab die Diskussion offenbar völlig falsc geführt. Dein Ziel ist gar nicht Spannung durch Charakterangst. Dein Ziel ist Ego-Befriedigung durch mächtig sein. Such dir `n paar andere geistig 13 Jährige und spiel mit denen Pen n Paper.

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Beitrag von Heiko Weber » So 20. Feb 2005, 11:27

Nein, mein Ziel ist immer noch klar zu stellen das niemand unverletzlich ist. Auch wenn Du Dir ´ne Vollplatte für 5000€ zu legst und den ganzen Tag trainierst um alle anderen Krieger im Spiel platt machen zu können, kann ein schwächlicher Magier Dir den ganzen Spaß verderben. Erbenso wie ein einfacher Meuchler den Magier mit einem Dolchstoß töten kann.
Niemand soll sich zu sicher sein, und das ist das gute daran. Du must schon mit den Anderen zusammen spielen, damit Du sicher bist.

Wenn der Magier leer ist, ist er nämlich auch nur Hühnerfutter.

Wieso beziehst Du denn jetzt meine Beispiel Sätze auf mich? Ich verlange doch nicht, das das Regelwerk geändert wird, damit ich mächtiger werden.
Das sind doch die Plattenheinis.

Gruß
Heiko
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Beitrag von Knut » So 20. Feb 2005, 13:38

Ich glaube im Ursprung ging es nie wirklich darum, dass die Rüstungsträger machtgeil wären oder so (habe es zumindest anders verstanden)

Es ging doch nur um das "Recht" auf einen "schönen" Charaktertod. Das kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Lieber auf Knien, nur noch den Schwertarm, wenn überhaupt, bewegen könnend, von den Bauern und anderen Kriegern zu Hackfleisch verarbeitet werden, als quasi durch eine Orgaansage zu sterben. Das ist etwas, was ich auch nicht so toll fände. Ich hätte gar nichts dagegen durch einen relativ mächtigen Magierspruch mehr oder weniger direkt zu sterben, aber bitte mit etwas mehr Stil und zumindest der Chance auf einen coolen Abgang.

Übrigens gibt es auch manchmal NSC, die mit diesen Zauber nutzen und dann noch lustig weiterzaubern, ohne Murmeln zu ziehen.

@Heiko: den Vergleich mit einem Pen&Paper halte ich irgendwie für mehr als unsinnig. Solange du z. B. keine Jetpacks erfindest oder mal eben einen Kran dabei hast, mit dem du dich per Seil in die Luft erheben kannst, wird das mit dem Fliegen etwas schwierig im LARP. Über "Wort der Macht", "Meteorregen" o. ä. muss man sich IMHO gar nicht unterhalten.
Komm zur Legion: LEG IX COH IX CEN II

Der weise Rat des Optios:
Wer nicht handelt, wird behandelt.

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Beitrag von Heiko Weber » So 20. Feb 2005, 18:41

Ok, man hat mir mitgeteilt, das meine Postings aufgrund erhöhten Ironieaufkommens missverstanden werden können, deshalb hier nochmal eine Klarstellung.

Natürlich ist es doof, wenn man plötzlich stirbt. Und das geht bei Phönix sehr schnell. Gift, Zauber, Meucheln, 3-3-3.

Und wenn der Charakter dann schon 100 EP hat oder eine Super Backgroundgeschichte mit Stickereien auf dem Wappenrock auch ist das noch frustrierender.
Das ist einer der Gründe warum es bei Dragonsys sehr schön ausdetailierte Chararktere gibt, die super aussehen, bei Phönix aber eher selten.

Aber Du stirbst ja nicht durch eine Orgaansage, sondern ein Charakter oder NSC zaubert, oder baut die Falle oder vergiftet Dein Essen. Es ist also Spielerentscheidung Dich aus gewissen Gründen aus dem Spiel zu nehmen. Sowas sollte man nicht leichtfertig machen, gerade weil man dem anderen den Spielspaß nimmt. Aber ab und zu muss das eben sein. Und dann trifft es natürlich den Typen in der fetten Rüstung. Oder den Erzmagus, oder den Anführer der Anderen. Das sind exponierte Ziele. Und das wissen sie auch.

Und wer dann nicht vorsorgt, hat halt selber schuld.
Ich erinnere nur an Isengard, der konnte Alchymie und Drachenhauttränke selber brauen. Und der hatte auch 15 LP und 15 RP und nicht 35 RP. Der ging sich erst umziehen, wenn das fette Endmonster kam, und rannte nicht den ganzen Tag in Vollplatte rum.

Also was ist denn jetzt genau die Forderung? Wir hatte auf dem einen Spiel 5 Leute die bei der Explosion einer Tür starben. Das war auch kein Heldentod und ging noch schneller als MzG.

Falls sich jemand von mir beleidigt fühlen sollte, so möge er (oder sie) versichert sein, das das unbeabsichtigt geschehen ist und ich im Übrigen unwürdig bin.


Gruß Heiko
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Felix N.
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Beitrag von Felix N. » Do 24. Feb 2005, 20:16

Es ist ja nicht so, dass es gegen MzG keinen effektiven Schutz gibt. Der Drachenhauttrank immunisiert gegen den Zauber und ist billig herzustellen und dementsprechend leicht zu bekommen. Wenn man keinen hat muss man halt mit dem Risiko leben gegrillt zu werden, oder die Rüstung auf seine LP minimieren.
Die Sache mit den zig Schriftrollen in der Hinterhand ist auch eher eine seltene Ausnahme, da immerhin eine Rolle 30MP in der Herstellung kostet. Davon mal abgesehen, hat sich der Magier in Ewas Darstellung immerhin drei Tage auf eine Schlacht vorbereitet. Die Dosen hätten das selbe Spielchen ja auch mit Drachenhauttränken spielen können um sich zu schützen.
Ich finde somit nicht, dass der Zauber unfair ist, er ist für das was er kann ja auch entsprechend Teuer (10MP und 6EP) und es gibt einfache und effiziente Möglichkeiten sich vor ihm zu schützen.

Markus Burger-Scheidlin

Beitrag von Markus Burger-Scheidlin » Sa 26. Feb 2005, 09:21

Heiko Weber hat geschrieben:Wie währe es, wenn die Krieger sich nur Rüstung bis zur Höhe Ihrer Lebenspunkte anzögen? Dann wäre das ganze nicht eine einzige Träne wert, weil MzG nur Deine Rüstpunkte Schaden anrichtet.
Es gibt einen einfachen Grund, warum ich genau das nicht tue:

Ich sehe das Regelwerk nur als Hilfsmittel für das Rollenspiel. D.h. im Spiel weiß ich nicht, wie viele Lebenspunkte oder Rüstungspunkte ich habe. Die LP und RP dienen mir nur OT dazu, zu erkennen, wann ich verletzt werde und wann mich meine Rüstung noch schützt.

(Ich könnte schreien, wenn Jemand die Frage: "wie geht es dir" mit "noch 4 LP" beantwortet. Eine Unart, die ich immer häufiger erlebe.)

OT weiß ich zwar, dass die Kettenhaube mit 3 RP mich über die Schwelle LP = RP bringt, IT würde mein Gardist aber NIE den Kopfschutz zu hause lassen. IT sind nämlich auch keine Kopfschläge verboten.

Markus Burger-Scheidlin

IT sind Kopfschläge erlaubt

Beitrag von Markus Burger-Scheidlin » Di 1. Mär 2005, 10:33

@Jan
Genau so, wie ich es geschrieben habe, habe ich es auch gemeint. Aber ich erkläre es noch einmal in aller Deutlichkeit:

Out-Time, d.h. vom Regelwerk her und von dem was ich als Mensch tue sind Kopfschläge aus Sicherheitsgründen verboten. Deswegen schlage ich auch nicht auf den Kopf.

In-Time weiß mein Charakter dies aber nicht. Man Charakter weiß also nicht: "In diesem Universum schlagen die Leute nicht auf den Kopf".

(ein In-Time Kopfschlagverbot könnte bei einem Turnier von dem Ausrichter ausgesprochen werden, dann wäre dies eine im Spiel befindliche Turnierregel, obwohl die Out-time Phönix-Regel ja weiterhin gilt)

Also: In Phönix sind Kopfschläge verboten, aber In-Time kann man nicht sein Spiel darauf aufbauen. Es ist In-Time also völlig unlogisch seinen Helm zu hause zu lassen, weil Kopfschläge verboten sind. Eigentlich sollte man seinen Helm immer zuerst, vor allen anderen Rüstungsteilen mitnehmen.

Ich hoffe, damit ist es klar geworden.

Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?
Mein Argument war, dass die Rüstungspunkte genau so Out-Time sind, wie Sicherheitsvorgaben der Orga.

Dirk Martin

Beitrag von Dirk Martin » Do 10. Mär 2005, 14:08

Zitat:
"Was ist denn nun an einer 20LP-direkt Falle soviel toller als durch einen MzG-Zauber hopps zu gehen? Nix!"

Stimme ich zu.

Zitat:
"Wollt ihr auch die anderen Killer-Dinge absägen?"

Mal andersherum gefragt:
Willst du ein Spielsystem mit liebevoll ausgearbeiteten Charakteren, die untereinander in Beziehungen verstrickt sind? Ich vermute mal ja.
Ich denke ein gutes Spielsystem sollte weder Tavernenhocker, noch Einwegcharaktere begünstigen. Wenn Spieler sich aktiv in das Spiel einbringen, z.B. dadurch dass sie einen Kampf wagen, wenn jemand in ihrer Nähe angegriffen wird, oder dadurch, dass sie bei der Erforschung eines Dungeons voangehen, dann sollten sie dafür nicht mit einer maximalen Lebenserwartung von 3 Contagen bestraft werden.

Sicher hat man selbst Schuld wenn man eine unbekannte Kiste in einem verlassenen Gemäuer öffnet. Man hat auch selbst Schuld, wenn man zu zweit gegen drei Räuber in den Kampf zieht. Sicher sind Räuber böse und töten Menschen.

Nur die Frage ist: Macht LARP Spaß, wenn keiner mehr kämpft, außer wenn er dreifach überlegen ist? Wollen wir Tavernenhocker belohnen? Ich finde nicht. Unser Hobby orientiert sich nunmal an Fantasyliteratur, und da stirbt der Held auch nicht auf Seite 3, nur weil er zu dumm war nicht auf seinem sicheren Bauernhof zu bleiben und Kühe zu melken.

Wir wollen alle keine unverwundbaren Superhelden, die wie die Elefantenherde durch den Plot stampfen und vor nichts und niemandem Angst haben. Soweit denke ich herrscht Einigkeit. Mich würde es freuen, wenn sich auch Einigkeit darüber erzielen ließe, dass keine "Bumms du bist tot" Fähigkeiten notwendig sind um derartigen Superhelden vorzubeugen.

Interressanter Weise reicht bei liebevoll ausgedachten, gut ausgerüsteten und länger gespielten Charakteren schon weit weniger äußere Drohkulisse, damit die Spieler die dargestellten Gefahren ernst nehmen. Nach meiner Erfahrung sind es vielmehr die Einwegcharaktere die das Pappnasentum hochhalten, weil sie nichts zu verlieren haben.

Mein Plädoyer ist: Gebt den Spielern eine Chance! Immer. Und bitte lasst diese Chance nicht Tavernehocken sein. Wenn man sich Mühe gibt und etwas Kreativität besitzt, so findet sich eigentlich immer ein Ausweg aus dem sinnlosen Charaktertod. Und es findet sich auch eine Kur für den übertrieben selbstsicheren Pappnasencharakter, die konstruktiver ist als der Charaktertod.

Das Phönixsystem funktioniert gut so wie es bisher ist. Das liegt an den guten und verantwortungsvollen Spielern. Man kann natürlich alles so lassen wie es ist, aber warum sollte man nicht Details, die in der Hand eines nicht so verantwortungsvollen Spielers/NSC zu echtem Frust führen, ändern?

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