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Phönix Carta

LARP-Forum der Phönix-Carta
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Autor Nachricht
 Verfasst: 26.02.2013 - 20:44
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Hallo liebes Forum,

ich habe mich durch diverse Foren und Liverollenspielplattformen (wie Larper.ning) gelesen und habe viele interessante Meinungen über Phönix erfahren dürfen. Es gibt viel mehr Kampagnen, Regelwerke und Spiele als noch vor 10 Jahren, deshalb würde ich gerne eure Meinung hören, warum spielt ihr Phönix und was macht aus eurer Sicht die Phönix Carta Kampagne besonders aus?

Über zahlreiche Antworten würde ich mich natürlich freuen.

_________________
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 Verfasst: 26.02.2013 - 21:16
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Ich spiele Phönix weil...

...ich die geschlossene Kampange mit ihren festgelegten Hintergründen liebe.
...ich keine Katzenwesen-, halb-Dämonen- oder Rattenpostbotenspieler sehen möchte.
...man schlicht und einfach sterben kann.

just my two cent...


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 Verfasst: 27.02.2013 - 01:09
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Ich bin mit Phönix groß geworden ;-)

War mein erstes System, Futureworld hat mich (wie wohl viele) zum larpen gebracht und in Lübeck wird eben Phönix gespielt. Es gibt genug tolle Veranstaltungen, um mein Larp-Jahr vollständig zu füllen und eine ganze Menge Leute, mit denen ich super klar komme, ich habe also nie einen Grund gesehen, abzuwandern und etwas anderes zu spielen.
Allerdings braucht man eine gute Weile, um einigermaßen akzeptiert zu werden von all den Spielern der ersten Stunde, was ich mir gut als Grund vorstellen kann, warum Spieler anderer Systeme Phönix nach einem kurzen Ausprobieren dann teilweise rasch den Rücken kehren.


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 Verfasst: 27.02.2013 - 09:42
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- Wegen der vielen lieben Mitspieler, die ich jetzt teilweise schon seit 15 Jahren Jahren kenne und immer wieder gerne treffe
- Eben diese Mitspieler beurteilen mich nicht nach der Qualität meiner Gewandung und/oder Ausrüstung, sondern nach mir bzw. meinem Charakter
- Die Welt ist in sich geschlossen und damit ein Stück weit überschaubar und einigermaßen logisch – das mag ich sehr
- Durch die Zusammenarbeit der Carta-Orgas können größere Kampagnen über mehrere Spiele hinweg stattfinden
- Man kann sterben, das sorgt immer mal wieder für ordentlich Adrenalin (was mir tatsächlich auf anderen Spielen fehlte)
- Ich muss aber auch ehrlich zugegen, dass ich bisher wenig andere Systeme getestet habe, einfach weil es mir mit Euch so gut gefällt, dass ich nie Anlass/Zeit dazu hatte. :D

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Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum


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 Verfasst: 01.03.2013 - 12:19
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Ich bin fest in Phönix beheimatet und hatte bisher keinen Bedarf andere Systeme auszuprobieren, weil...

... ich wie andere die geschlossene Welt mag. Egal wann ich wohin komme, ich finde mich zurecht. Gerade für einen mittlerweile eher Gelegenheitsspieler wie mich sehr von Vorteil.
... das Regelwerk einen konkreten Rahmen vorgibt, der mir gefällt. DKWDDK oder ähnliche mögen freier sein, muss für mich aber nicht sein. Trifft in etwa auch den ersten Punkt, ich weiß zumeist in welchem Rahmen ich mich bewegen kann und was Mitspieler mit mir anstellen können.
... es ein System mit leicht norddeutscher Tendenz ist. Orte wie Dreilützow, Lensahn, Lübeck usw. (gut, Heldrungen und die Tannenburg als Ausnahme ;) ) sind eben für mich ein deutlich leichteres Ziel als irgendwo südlich von Hannover.
... und nicht zuletzt auch die vielen durchaus "alt"bekannten Spieler, die man kennt, mag, und mit denen man immer wieder einfach ein nettes Spiel betreiben kann.

Insgesamt empfinde ich auch die Struktur mit mehreren Orgas, die zusammen an einer Welt arbeiten und dabei trotzdem eigene Freiheiten und Spielstile bieten als durchaus gelungen (auch wenn es sicherlich hinter den Kulissen nicht immer einfach ist).
Ich kann es zwar nicht mit anderen Systemen vergleichen... aber wie gesagt, ich fühl mich durchaus wohl "hier". :-)

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... der freundliche Bauer aus der Nachbarschaft.


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 Verfasst: 01.03.2013 - 14:34
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Ich spiele Phönix weil:

- Ich ebenso wie viele andere die geschlossene Welt mit ihren dunklen und hellen Seiten sehr schön finde. Wenn ich von Aklon oder Malagash rede weis jeder Phönix Spieler genau was ich meine. Das gibt es in den meisten anderen Regelsystemen nicht..

- Viele der Mechanismen durch das Regelwerk festgelegt werden. Zauber und Alchemie haben genaue Formeln, Brauzeiten, etc. Genau so wie die IT Theorie hinter diesen Mechanismen relativ festen Regeln folgt...

- Es hier eine Herausforderung darstellt und etwas bedeutet einen alten Charakter zu erspielen, der von den vielen gefährlichen Abenteuern berichten kann...

- Das Wissen was man über die vielen Jahre anhäuft auch auf dem nächsten Spiel noch etwas Wert ist...

- Ich nicht zuletzt mit Phönix ins LARP eingestiegen bin und all die Leute die mir auf den Spielen immer wieder begegnen, seien ihre Charaktere gut oder böse, sehr schätze...

Ich spiele ansonsten auch mit Ausnahme vom Conquest in keinem anderen Regelsystem und das wird vermutlich auch so bleiben. Das einzige worüber ich mich im Phönix wirklich freuen würde, währen noch ein paar mehr Spieler!!! Dann währen Großcons in der Phönix Welt auch wieder möglich.

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"Träumst du noch? Oder schläfst du schon..." ~ Der Nachtmahr

"Hier, dieser Trank bringt euch in die Geisterwelt...." ~ Morsus Mortis

Beschrifftung einer Schloss-Falle: 20 TP Schaden in 7 km Umkreis...


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 Verfasst: 01.03.2013 - 20:42
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Ich bin über das Historische Tanzen der Fyrlefanz-Orga (über Daggi) dazu gekommen und habe es bisher auch nicht bereut :wink:

Ohne diesen 'Hintergrund' wäre ich aber sicher nie ins Phönix-System eingestiegen, weil es (durch das Regelwerk und die geschlossene Welt) doch ziemlich viel vorgibt, was ich nun aber unbedingt als Vorteil sehe und äußerst klasse finde. Aber als Einstieg - ohne Gruppe oder Leute, die Dich mitnehmen, geht es bei Phönix meiner Meinung nach nicht - oder nur sehr schwer.

Die Leute sind alle super nett und ich finde es toll, dass sich viele Spieler schon so lange kennen und so viele Spiele miteinander 'bestritten' haben - so etwas schweißt zusammen - das gibt es meines Wissens nach, in keinem anderem System.

Schon genannte Punkte, die mir ähnlich wichtig sind: Man kann sterben und die Spiele finden überwiegend in Norddeutschland statt.

Toll finde ich auch, dass man über Jahre hinweg seine Charaktere weiter entwickeln und pflegen kann und pro Spiel immer ein wenig mehr erfährt und dazu lernt. Allerdings hat es mich anfangs auch ganz schön eingeschüchtert, wenn ich einem alten Hasen mit mehr als 150 EP gegenüberstand, der so viele Fertigkeiten und Zauber hatte, dass ich mich immer gefragt habe, ob die wirklich alle Sprüche und Formeln auswendig gelernt haben und wie sie das alles behalten (vor allem auch die Anzahl der MP, der EP etc. pp.) :P

Alles, was ich jetzt als äußerst positiv bei Phönix empfinde, fand ich in der Theorie (als Dagmar mir das erste Mal davon erzählte) ganz schön abschreckend, weil es mir fast unmöglich erschien, das Regelwerk, die Welt, den langen - über Jahre hinweg aufgebauten und erspielten Weltenhintergrund, die Zusammenhänge, die Geschichte usw. auch nur im Ansatz zu erfassen, zu verstehen und vor allem sich zu merken!

Aber all das relativiert sich zum Glück, wenn man erst einmal dabei ist und es wird von Spiel zu Spiel besser und verständlicher. Vor allem wird man als 'Neuling' immer nett aufgenommen und gleich integriert, dass ist super toll! Man darf sich nur nicht scheuen, auch mal 'dumme' Fragen zu stellen 8)

Ich habe schon viel Werbung für uns gemacht, mein Regelwerk verliehen und auf Seiten im Netz hingewiesen - aber die meisten lassen sich leider durch das 'strikte' Regelwerk und Punktesystem abschrecken und wollen doch lieber DKWDDK ohne viel Arbeit und ohne sich lange Gedanken über den Charakter und den Hintergrund zu machen.

Sehr schade, denn das gerade macht mir besonders viel Spaß! :mrgreen:


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 Verfasst: 31.07.2013 - 17:06
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Meike hat geschrieben:
ohne sich lange Gedanken über den Charakter und den Hintergrund zu machen.



Wo bleibt dann das Rollenspiel?

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"All dies ist schon einmal geschehen und all dies geschieht irgendwann wieder..."
Freundschaften sind die Basis! gez. Zwiebelmann


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 Verfasst: 31.07.2013 - 17:56
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Gute Frage - und: keine Ahnung!

Für mich undenkbar - aber es gibt ja auch viele Nicht-Phönix-Spieler, die nur grob einen Charakterhintergrund haben und bei DKWDDK -Spielen eher spontan agieren und reagieren, was sicher auch geht, aber für mich viel Spielfreude wegnehmen würde!


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 Verfasst: 05.09.2014 - 19:23
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Tatsächlich könnten hier noch paar weitere Meinungen einfließen, weshalb ich auch mal meine Meinung dazu äussere und den Thread hier wieder ausgrabe. Adversus malum, wider Facebook.

Ich habe damals Phönix angefangen, weil es bei mir in Lübeck eigentlich kaum nennenswerte Alternativen vor knapp 10 Jahren gab und durch den Futureworld Shop und der Phönixspielerdichte einfach kaum eine andere Wahl hatte; worüber ich sehr dankbar bin.

Ich mag den ausgearbeiteten Hintergrund und die Konsequenzen, die sich aus Spiel A im Spiel B eventuell ergeben könnten. Die letzten Jahre wirkte es aber immer mehr so, als würden sich weniger Leute auf Setting und Hintergrund der Kampagne einlassen, wodurch es eben auch weniger Konsequenzen gab. Ansonsten kann ich einen Großteil der bereits abgegeben Feedbacks nur zustimmen.

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 Verfasst: 05.09.2014 - 20:10
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So, wird Zeit für eine negative Meinung :D

Ich spiele seit 2 Jahren Larp und besuche seit dem 2 ConReihen. Eine ist DarkCrypt mit DKWDDK und die andere Tulderon. Somit war ich bis jetzt auf 5 Cons (2 pro Reihe + kleines privatcon) und habe nach dem zweiten DarkCrypt beschlossen, dass DKWDDK das beste Regelwerk ist.

Bevor ich konstruktive Kritik äußere kann ich einwas so nicht stehen lassen:
Zitat:
und wollen doch lieber DKWDDK ohne viel Arbeit und ohne sich lange Gedanken über den Charakter und den Hintergrund zu machen.

Das ist absoluter Blödsinn. Besonders bei DKWDDK findet man extrem vielschichtige und gut durchdachte Hintergrundstorys. Das liegt ganz einfach daran, dass der Fantasie keinerlei Grenzen gesetzt werden.
Ich finde, die Phönix-Hintergrundwelt schränkt die Hintergründe viel zu stark ein. Im Regelwerk ist die Welt garnicht beschrieben. Alles Wissen muss man sich über Umwege erarbeiten und dann hat man doch was übersehen, was den Char. unspielbar macht. Bestes Beispiel war der Informationshändler auf Tulderon 2014. Nur weil er einen schwarz-roten Umhang hatte wurde er sofort als Malagash-Paktierer verfolgt und hatte den Ruf eines Schwarzmagiers. Selbiges wäre mir, mit meiner gleichfarbigen Rüstung, wahrscheinlich auch passiert wenn ich nicht schon leztes Jahr da gewesen wäre.

Aber jetzt zur Regelkritik:

1. Die Kämpfe: Mehrere Punkte machen das Kämpfen nach Phönix-Regeln zu einer eckelhaften Angelegenheit.
Das Punktesysthem holt einen aus dem Spiel heraus und zwingt einen zu unrealistischem Handeln und Powergaming.
Wo ich bei DKWDDK nach einem Schlag durch einen Zweihandhammer direkt zu Boden gehen würde, ziehe ich bei Phönix nur einen Rüstungspunkt ab und weiter juckt mich das nicht. Ausspielen ist da lächerlich, da es ja nichtmal einen Kratzer erzeugt hat.
Des weiteren hält das Herunterzählen von Punkten im Kampf vom direkten Handeln ab. Man ist immer abgelenkt und nie so konzentriert wie bei DKWDDK. Ganz abgesehen von der tatsache das jede Atmosspähre verloren geht wenn alle Kontrahenten sich Zahlen und Effekte an den kopf werfen.

2. Magie: Wo bei DKWDDK versucht wird überzeugend etwas darzustellen, zieht der Magier bei Phönix ein paar Kügelchen, spricht in einer Sekunde einen Spruch und erzeugt damit einen Effekt der unumgänglich und überpowert ist.
Ich habe meinen Charaktertod wegen so einer scheiße erlitten. Gegenwehr unmöglich, wenn die Waffe nicht schon kampfbereit gegen den Magier gewendet ist. Und selbst dann eine ziemlich auswegslose Situation. Wer dieses Jahr in der glorreichen Stadtwache zu Tulderon war, kann sich bestimmt noch an die sinnlose Anti-Magier-Übung erinnern ;)

3. Fähigkeiten:
Man beginnt immer als absoluter Noob und versucht sich dann hoch zu arbeiten. Sterben ist an der Tagesordnung und so können nur PowerGamer zum Meister werden. Die Fähigkeiten selbst sind aber auch schon ziemlich sinnlos. Wieso muss ich lernen ein Kettenhemd zu tragen? Das ist ein verdammmtes Kleidungsstück. Da könnte man auch eine Fähigkeit für Essen und Zähneputzen einführen. Gleiches gilt für die Kampffertigkeiten. Alles was man OT mehr oder weniger kann, sollte man auch IT einsetzen dürfen (bis auf Lesen/Schreiben villeicht). ich bin auf keinen Fall ein professioneller Schwertkämpfer, und daran ändert auch die IT-Fähigkeit nichts. Was die Fähigkeiten in Bezug auf Schlösser knacken, Fallen entschärfen und andere IT gelösten Dinge angeht bin ich aber zufrieden. Die machen Sinn und auch, soweit ich das von außen beurteilen kann, spaß.

4. Lernen:
Das Lehrmeister Prinzip ist so verdammt albern und unrealistisch das ich jedesmal das Kotzen bekomme wenn ich darüber nachdenke. Nehmen wir mich jetzt mal als RL-Beispiel. Ich kann per Hand und mit der Nähmaschiene nähen, jedoch nicht sticken. Wieso sollte ich aber desswegen die ersten beiden Fähigkeiten nicht jm. anderen beibringen können? Genau das macht Phönix nämlich. "Was? Er will Schwertkampf lernen? Naja, dann finde mal einen Meister der lange-, kurze- und Stangenwaffen sowie Schildkampf, Rüstung tragen...... hat.

5. Tod:
Man steckt einen haufen Zeit, Mühe und Geld in einen Charakter. Wenn er stirbt ist das nicht nur IT eine extrem traurige und zerschmetternde Sache. Natürlich steigt der Realismus an der einen Stelle, da alle extreme Angst vor dem Tod haben, jedoch wird es da albern wo der mutige Krieger flieht und seine Gruppe zurück lässt um nicht zu streben.
Wer Millionär ist und keinen Beruf ausübt oder zur Schule geht ist villeicht nicht so unglücklich wie ich über den Tod seines Chars, aber mich hat das schon fast dazu gebracht nächstes Jahr nicht mehr zurück zu Tulderon zu kommen (wo das Regelwerk auch seinen Teil zu beigetragen hat), jedoch gibt es zu viele korrekte Leute da, mit denen ich gerne weiterhin spielen möchte.

So, ich hoffe ich habe nichts vergessen. Wenn doch reiche ich das nach ;)

Liebe Grüße,
Niclas aka Darons Leiche


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 Verfasst: 05.09.2014 - 21:38
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Na na, wer wird denn gleich. Gibt ja nun wirklich keinen Grund, mit Kraftausdrücken um sich zu schmeißen. Das sorgt doch nur für schlechte Laune. :-)

Punkte und Fertigkeiten nicht zu mögen ist eine Sache. Zu sagen, sie seien schlecht, weil man dann nicht so wie woanders spielen kann, ist einfach unsinnig. Sie sind halt einfach anders. Kein Fußballspieler sagt, "Die Abseitsregel ist voll scheiße! Klar würde ich ein Tor machen, wenn da kein Abwehrspieler steht, aber die Abseitsregel zwingt einen dazu, ganz bestimmte Spielzüge zu machen! Schlimmer noch, die bringt einen total raus, man muss umdenken und bleibt nicht im Flow, sondern muss immer gucken, wer wo steht!". ;-)

Ja, Punkte und Fertigkeiten erzeugen eine bestimmte Art von Spiel. "Spiel" ist hier das entscheidende Wort. "Du-kanns-was-Du-darstellen-kanst" erzeugt eine andere Art von Spiel, "Du-kannst-was-Du-kannst" wieder eine andere, und Blinde Kuh wieder eine andere. Nur, weil man ein Spiel mehr mag, heißt es ja nicht, dass das andere schlecht ist. Nur anders.

Du-Kannst-Was-Du-Willst kann das Spiel ebenfalls doof und kacke machen, wenn die Mitspieler doof und kacke sind. Und es kann toll sein, wenn die Mitspieler toll sind. Es ist im Grunde nur eines: Anders eben.

Ich mag Spiele mit klaren, festen Regeln, auf die ich mich berufen kann. Ich mag auch den eher sportlich orientierten, also nach Punkten gehenden, Kampf. Es kann nämlich ohne solche Regeln auch ganz anders aussehen: Ich habe schon den Samtrobentragenden Axtkämpfer erlebt, der mir empört mitteilte, ich könne seine große Axt ja gar nicht parieren, no way, und den Gerüsteten, der fand, dass meine Schläge nicht hart genug seien und deswegen gegen seine Rüstung nicht zählten.

Und ich mag einen festen, verbindlichen Hintergrund, nach dem man sich richten kann. Der beschränkt nicht, der bereichert. Wer sich einfach eine Herkunft aus den Fingern saugt, ein Land erfindet, eine Religion, eine Kultur, eine Währung, der bereihert nicht wirklich das Spiel der anderen - weil die nicht in seinem Kopf wohnen. Der kann sich zwar austoben, aber davon hat keiner wirklich was, außer, man fragt sich gegenseitig ausführlich aus. Und selbst dann entsteht noch nicht viel reiches Spiel dadurch: Nochimmer spielt man nicht sehr miteinander, sondern viel aneinander vorbei. Wenn man keine gemeinsamen Bezugspunkte hat, wie Land, Religion und Kultur, dann hat man auch nicht viele Anknüpfungspunkte aneinander.
Durch das entwickeln eines gänzlich eigenen, isolierten Hintergrundes kapselt man die Geschichte und die Herkunft seiner Figur von allen anderen ab. Das hindert einen zwar nicht wirklich am Spielen mit den anderen, aber es bereichert das Spiel auch nicht sehr.

Wer hingegen einen bestehenden Hintergrund nimmt und sich darauf aufbauend was eigenes bastelt, der hat gleich eine Fülle von Anknüpfungspunkten. Niemand ist dabei gezwungen, sich allein an ein einziges Schema zu halten - man kann sich genausogut ein Stück des Welthintergrundes nehmen und sich so anpassen, wie's einem gefällt. Ein heldenhafter und edelmütiger Kriger aus dem eher albernen Rulos zum Beispiel, der unter dem Frohsinn seiner Mitreisenden leidet. Ein Adeliger aus Murash, der auf seinen Reisen die fremdländischen Sitten und Gebräuche eines exotischen und fernen Landes angenommen hat. Ein ehrlicher Shai-Anarit. Ein pazifistischer Chaoskultist. Ein mörderischer Suavit. Ein Ultorgläubiger Hadraner.

Ein gemeinamer Hintergrund ist kein Korsett, dass einen festlegt und einengt. Es ist stattdessen ein Rahmen, innerhalb dessen man eine unendliche Mannigfaltigkeit an Figuren entwickeln und spielen kann, une gerade weil es diesen Rahmen gibt, können die Mitspieler sagen"Wie cool, was für eine ungewöhnliche Auslegung dieses Hintergrundes, das habe ich ja noch nie gesehen" oder auch "Wie cool, was für eine geradelinige Darstellung dieses Konzepts" und auch alles, alles dazwischen.

Und was den Schwarz-Rot-Bemantelten angeht: Der wurde doch nicht wirklich verfolgt. Der wurde bloß etwas gefoppt. Und reagierte dann recht humorlos. ;-)

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In Wirklichkeit bin ich viel hübscher.


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 Verfasst: 05.09.2014 - 22:08
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:D Ok, nächstes mal ohne Kraftausdrücke ;)

Bin nur immernoch extrem angepisst wegen meinem worst case Tod.

Deine Argumente klingen an sich recht vernünftig, aber ich sehe das ein wenig anders.
Man muss sich für den Hintergrund keine neuen Welten erdenken. Filme, Bücher und Rollenspiele bringen da schon genug verschiedene Möglichkeiten mit sich. Und wer Larpt kennt viel Fatasy-Stoff. Ein Larp auf Grundlage von großen und bekannten Werken wie Game of Thrones, Herr der Ringe, Die Elfen, Eragon usw. fände ich auch reizend, da ich mich da hineinversetzen kann. Bei Phönix ist das nicht der Fall. Wenn es gute Bücher gibt, die in der Hintergrundwelt spielen und die mir jm. zur Verfügung stellen kann überdenke ich diesen Ansatz villeich noch einmal ;)
Außerdem ist es nicht besonders realistisch wenn auf einem solch riesigen Kontinent wie bei Phönix jeder über alle Völker, Götter und geschichtlichen Daten bescheid weiß. Die haben da kein Internet in dem sie alles lesen können.
Ich finde es nur realistisch wenn jm. der von weit her kommt Dinge erzählt die niemand anders erzählen und wissen könnte.

Ich z.B. hatte einige interessante Gespräche mit alteingesessenen Phönix-Larpern über Themen in denen ich eine ganz andere Auffassung hatte. Und außerdem beruht Charakterspiel ja nicht nur auf Gerede über Religion und Kultur. Geschichten kann man unabhängig davon erzählen und trotzdem den gegenüber unterhalten. Welche Rolle spielt es denn woher mein Lehrmeister kommt, wenn ich über seine Persönlichkeit und Heldentaten sprechen kann?

Und was deinen Punkt zu den DKWDDK-Pappnasen angeht: die gibt es auch bei Phönix. Da werden Treffer nicht gezählt oder mit mehr Leben gerechnet als man eigentlich hat. Man kann ja nicht prüfen ob der Gegenüber das richtig macht. Und Verwundungen sieht man auch fast nie, da ausspielen durch Rechnen ersetzt wurde.
Ganz abgesehen davon, dass die SL sich um PowerGamer kümmern sollte.


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 Verfasst: 05.09.2014 - 22:15
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Niclas Z. hat geschrieben:
Und was deinen Punkt zu den DKWDDK-Pappnasen angeht: die gibt es auch bei Phönix. Da werden Treffer nicht gezählt oder mit mehr Leben gerechnet als man eigentlich hat. Man kann ja nicht prüfen ob der Gegenüber das richtig macht. Und Verwundungen sieht man auch fast nie, da ausspielen durch Rechnen ersetzt wurde.
Ganz abgesehen davon, dass die SL sich um PowerGamer kümmern sollte.


Stimmt. Total. Phönix ist nicht besser als die anderen Systeme. Es ist bloß anders. Ich mag's. :-)

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 Verfasst: 05.09.2014 - 23:14
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Dann will ich mich auch mal äußern.

Warum spiele ich Phönix?

Ich würde mich durchaus als Phönix- (ALIVE-) Spieler der ersten Stunde bezeichnen. Als Lübecker bin ich mit dem System und
den Orgas groß geworden und nur wenig in Berührung mit anderen Systemen gekommen.

Was finde ich gut?

Die geschlossene Phönix-Welt wurde schon oft genannt. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie sich das Weltgeschehen Intime
entwickelt und wie alten Kumpels In- und Outtime über tatsächlich Erlebtes zu reden. Natürlich sollte jeder bemüht sein, seinen
Charakter authentisch zu spielen und nur über das Wissen mitzubringen, was der Char tatsächlich wissen kann. Aber das ist
ein ewiges Thema.

Was finde ich nicht so gut?

Regeln sind immer und lange Gegenstand von Diskussionen (siehe Forum). Auch ich sehe es nicht gerne, wenn Punkte Spieler
intime zu etwas machen, was sie eigentlich nicht (darstellen) können. Auch finde ich es inzwischen fast zu leicht Fertigkeiten,
Tränke etc. zu lernen, vor allem wenn man wenigstens etwas realitätsbezogen spielt (habe lange keinen Kämpfer gespielt, weil
ich jedesmal Zustände bekommen habe, wenn sich jemand vor mir bückte um Schmetterlingsschläge mit einem Zweihänder
zwischen meinen Beinen machen :roll: ). Ein wenig mehr DKWDDK würde Phönix gut tun, damit nicht immer die, die es
wirklich ausspielen gegenüber feigen Powergamern das Nachsehen haben.


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