Zelte - Pro/Contra und Erfahrungen

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Mark Fiedler
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Zelte - Pro/Contra und Erfahrungen

Beitrag von Mark Fiedler » Mo 23. Jul 2007, 11:30

Moin Mitspieler,

ich trage mich mit dem Gedanken mir ein einfaches/günstiges (relativ gesehen :wink: ) Zelt fürs Larp'en zuzulegen.
Nun habe ich beim suchen bei www.scholl-zelte.de und www.thorsschmiede.de das ein oder andere gefunden das mir zusagen würde, möchte aber erstmal Meinungen von Leuten einholen die schon mehr Erfahrung mit solchen Zelten haben...

http://www.scholl-zelte.de/zelt-agadir.htm

Oder von Thors Schmiede das 4 oder 5 Meter durchmessende Alex Rundzelt (ein interessantes eckiges haben die auch noch im Angebot).

Die Fragen die sich mir stellen:
Rund oder eckig? Bei welcher Zeltweise bekommt man mehr Platz für sein Geld (und das nicht nur in Kubikmetern :) )?
Welche Erfahungen habt ihr mit dem Aufbau solcher Zelte, welche sind leichter zu handhaben?
Wieviel Stoff braucht man um nicht nass zu werden? Reicht 250g/qm Baumwollstoff schon aus oder sollte man auf 300 oder sogar 400g/qm achten?

Wäre nett wenn ihr mir hier mal kurz ein paar Erfahrungen schildern könnt, damit ich mich bis Tulderon entscheiden kann... 8)
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Beitrag von Olaf Lück » Mo 23. Jul 2007, 16:10

In runden Zelten kann man nichts in die Ecke stellen :)

Ne, ernsthaft. Runde Zelte haben zwar gutes Flächen/Umfangsverhältnis, aber das komplette Ausnutzen der Fläche ist schwieriger. Wenn das Zelt eh' mehr oder weniger leer ist, ist es egal - aber bei voller Belegung mit Mann und Material sind eckige Zelte einfacher.
Als Jurtenbesitzer muß ich aber sagen, daß man durchaus gut damit leben kann.

Zur Wasserdichtheit hat die Dichte des Stoffs im Idealfall nicht so großen Einfluß.
Wichtiger ist die Zeltgeometrie (steile Flächen zur Wasserableitung) und besonders die Nahtausführung - wenn, dann tropft es in der Regel dort (Pfützen auf der Zeltplane mal ausgenommen, aber die sollten sowieso nicht sein). Keine Naht im Dach ist besser. Oder wenn, dann wenigstens Nahtausführungen die einiges an Dichtigkeit erwarten lassen (ok, hier ist höhere Dichte dann von Vorteil).
Denk auch daran, Großzelte sind schwer! jedes Gramm Ersparnis merkt man. :)

Baumwollzelte bedürfen eines Minimums an Pflege (oder Chemie)... damit sie nicht gammeln.

Zum Aufbau - naja, je mehr Stangen ein Zelt hat, umso mehr Leute braucht man für den Aufbau (pauschale Binsenweisheit *g*). Deine beiden Favoriten dürften sich da nicht so groß unterscheiden.

Ein Punkt hätte ich aber noch, an den du denken solltest: Ich weiß ja nicht, wieviel Geraffel du und deine Mitbewohner zu den Cons dabeihaben... In Vollplatte ist ein Zelt mit hohem Eingang deutlich bequemer.

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Lars Discher
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Beitrag von Lars Discher » Mo 23. Jul 2007, 18:34

Hallo,
ich bin Besitzer eines Agadirs und ich kann dazu sagen, dass man mit zwei Personen doch massig Platz hat.
Allerdings ist das Zelt auch mit nur zwei Personen schwer aufzubauen ohne Übung, am besten mit drei oder vier Mann.

Gruß Lars
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Beitrag von Melle Opelka » Di 24. Jul 2007, 21:28

Tja ich kann nur zu 2 Zelttypen einen halbwegs qualifizierten Rat geben.
Zum einen Koten (Jurten und alles was in die Kategorie fällt).
Sie haben den Vorteil das man sie in einzelne Planen zerlegen kann und so flexibel ist und von einem MiniKriechzelt für 1-2 Personen über die Kothe (ca 4 Personen) bis zur Jurte (Gruppenzelt) zu jedem Con halt nur die Planen mitnehmen muß die man braucht (Platz und Gewichtsersparniss). Hat natürlich auch den Nachteil das sie relativ kompliziert aufzubauen sind und man wissen sollte wie die Bahnen wieder zusammen geknüpft werden. Zudem sind sie meist schwarz, was es echt schwierig macht sie zu beleuchten.
Fur LARP sind Saharas recht gut geeignet, sie sind meist weiß (was die Beleuchtung wesentlich einfacher macht). Und sie sind einfach (mit 2 Personen/auch ungeübt) aufzubauen.

Knut
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Beitrag von Knut » Mi 25. Jul 2007, 07:37

Schau ansonsten auch mal bei http://www.obelink.de. Die Saharas entsprechen weitestgehend den Alex, sind aber deutlich günstiger. Ich habe meines auch von denen und bin seit Jahren sehr zufrieden damit. Ist halt irgendwie der Aldi unter den Zelthändlern.
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Beitrag von Mark Fiedler » Fr 27. Jul 2007, 15:59

Danke erstmal für die Meinungen und Infos.

Bei obelink ist das 5m durchmessende Sahara Zelt leider ausverkauft, das wäre sonst bei dem Preis auch meine sofortige Wahl gewesen - und lieferbar ab Ende September wird knapp für das diesjährige Tulderon... :)
Das 400 Plus (was auch immer Plus heißt) ist das einzige verfügbare Sahara Zelt bei denen, auch noch vergleichsweise günstig... kommt erstmal auf die Liste.

Wie die Unterschiede in der Verarbeitung der Zelte (der Nähte) bei obelink und thorsschmiede sind kann ich natürlich so überhaupt nicht beurteilen. Allerdings stimmt mich die Aussage von Knut grundsätzlich erstmal positiv.

Am Agadir Zelt gefällt mir besonders die "durchgangsfreundliche" Breite und der relativ hohe Bereich in der Mitte... im Vergleich zum Sahara 400 Plus sinds dafür aber auch gut 150,- Euro mehr...

Bei Jurten und Kothen habe ich auch schon geschaut, die einzelnen Teile muten ja auch recht günstig an, aber wenn ich da alles zusammenrechne was ein komplettes Zelt ausmacht... holla, da kommt ganz schön was zusammen...

Ich werde dann mal noch eine Nacht drüber schlafen und mal meine potentiellen Mitbewohner fragen wieviel Platz wir brauchen... :)
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Beitrag von Knut » Sa 28. Jul 2007, 00:07

Ich glaube, das Plus bedeutet, dass der Boden fest verbaut ist. Kannst ja nochmal genau gucken, aber zumindest damals, als ich gekauft habe (2003 oder so), war das so.
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Mathias K.
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Beitrag von Mathias K. » Mo 30. Jul 2007, 07:36

Unsere Jurte hat ca. 600€ gekostet (statt 1200€). Wir haben nur das Dachteil, die Kettenspinne und die 12 Zeltstangen als Originalteile gekauft. Die 12 Seitenteile sind bei uns NVA-Strichtarn-Zeltbahnen, aus einer weiteren Zeltbahn entstand die Dachabdeckung und unsere Stangen für das Dreibein besteht aus 6 Pfählen, die wir für 2€ das Stück aus dem Baumarkt haben. Seile und Heringe dazu - fertig. Kann man sich auch auf dem Tulderon ansehen, beheimatet die Üntrümpülüngs Reinigungsbetriebe.

Gruß

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