Wiederbelebung bei Läuterung / Ritualmord

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Tobias Melz
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Wiederbelebung bei Läuterung / Ritualmord

Beitrag von Tobias Melz » Mo 31. Aug 2009, 14:26

Wiederbelebung bei Läuterung / Ritualmord

Ich wollte einmal fragen, ob es zu diesem Thema bereits eine übergeordnete Regel gibt.

Meines Wissens sind diese Wege zu Sterben spezifische Tode, da sie religiösen Hintergrund haben...

Wenn die Ultrianer einen Schwarzmagier auf dem Scheiterhaufen verbrennen, fährt seine Seele alsdann in den Himmel auf um als Stern ewiglich zu brennen.

Und wenn eine arachnegläubige Assassine ihr Opfer mit einer Spinne vorwarnt (damit den Akt des Ritualmordes einleitet) und dieses dann später tötet um den Boden mit dem vorherbestimmten Blut zu tränken... Müsste die Seele nicht dann auch verloren sein?
Oder erst, wenn das Opfer im Tempel Arachne selbst geopfert wird?

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Lars Büker
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Beitrag von Lars Büker » Mo 31. Aug 2009, 15:37

Warum sollte die Seele denn überhaupt verloren sein? Ritualmord hin oder her?

Ja, wir haben einmal an anderer Stelle diskutiert, ob es möglich sei, per finsterem Ritual die Seele eines verstorbenen einem finsteren Gott als Opfer anzubieten. Als Idee für ein Spielelement ist das sehr schön, und unter Umständen ist das nach Absprache mit der Orga und ordentlicher Darstellung und Vorbereitung ist das vielleicht auch gut machbar. Allerdings klingt das schon eher nach einem Plotelement als einer Handlung, die ein Spieler "mal eben so" durchführt.

Was das Widerbeleben angeht: Aus dem Kopf fällt mir nur ein Schamanenzauber ein, der Widerbelebung verhindert. Der ergfodert auch ein keines Ritual. Wie heißt der doch gleich? "Ewige Verdammnis"? Irgendwas in die Richtung. Sonst wüsste ich nicht, wie man als Spieler oder NSC (außer, wie gesagt, es ist Teil eines Plots oder eine Vereinbarung mit der Orga) sicherstelen sollte, dass ein Getöteter nicht wiederbelebt werden kann.

Wie kommst Du denn darauf, dass rituelle Tötungen irgendeinen Einfluss auf die Möglichkeit einer Wiederbelebung haben? DIe Ultorianer und die Arachniden glauben zwar, dass irgendwelche besonderen Dinge mit der Seele geschehen, aber das bedeutet ja nicht, dass sie recht haben. Und ohnehin wird aus IT Glaubensgrundsätzen noch keine Regel, bloß, weil Spielfiguren an sie glauben.
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Daniel Baalmann
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Beitrag von Daniel Baalmann » Di 1. Sep 2009, 16:29

da muss ich aber nochmal einhaken... eine Seele kann ja durchaus an einen dunklen Gott verpfändet werden, auch regeltechnisch und dann ist eine Wiederbelebung unmöglich (siehe Nachteil Seele verpfändet). Die Äußerung: nur weil jemand an Götter glaubt, heißt das noch lange nicht, dass sie existieren ist damit hinfällig. Außerdem habe ich am eigenen Leibe auch schon eine Zwangsverpfändung erlebt, daher erscheint mir der Gedanke, dass bei einer rituellen Opferung die Seele gleichsam der dunklen Gottheit anheim fallen müsste durchaus logisch. Die Frage ist halt, wann dies passiert und daher kann ich Tobi in seiner Frage nur unterstützen. Reicht eine rituelle Opferung im Namen der Gottheit? Muss die Seele VORHER zwangsverpfändet werden? Wie ist das mit Tempelopferungen?

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Tim E.
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Beitrag von Tim E. » Di 1. Sep 2009, 21:26

Allerdings muss man hierbei natürlich auch betrachten, dass ein Wesen seine Seele nur freiwillig oder unter Beeinflussung verpfänden kann. Es ist die eigene Entscheidung dies durchzuführen und passiert nicht nur dadurch, dass jmd eine Verbrennung durchführt und seinem Gott diese Seele anbietet. Der Geopferte muss seine Seele selbst herbene, ob durch freiwillige Hingabe oder durch Zwang (zB Sei mein Sklave etc)
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Tobias Melz
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Beitrag von Tobias Melz » Mi 2. Sep 2009, 17:43

War das beim Lebenslicht nicht auch so?
(wenn der Spieler in einer Schlacht verstirbt und das Artefakt verloschen vorfindet, ist sein Tod ewiglich)

Oder aber, wenn man als Untoter erhoben wird und wieder vernichtet wird...

Und die Götter sind in der Phönixwelt, wie schon in der Nachteilbeschreibung von "Atheist" hingewiesen wird, SEHR REAL.

Und in meinen Augen unterscheiden sich die Tode sehr extrem von einander.
Es hat ja einen gewissen Sinn, warum die Ultorianer sich die Mühe machen und erst einmal reichlich Brennholz heranschaffen...

Und zwischen einem Meuchler und einer arachnitischen Assassine liegen Welten. Während der Meuchler höchstens gewisse Richtlinien einer Gilde einhält, handelt es sich beim Ritualmord des Arachniten um einen komplizierten Ritus.
Das Opfer wird zunächst gewarnt und darf erst dann getötet werden...

Priester dunkler Gottheiten töten in ihren Tempeln um Blut und Seele als Geschenk darzubieten...
(Am besten auf dem Altar einer feierlichen Mitternachts-Zeremonie mit Weihrauch, Opferdolch und Kerzen...)

Und wenn diese religiösen Rieten zelebriert werden muss man als Opfer gewiss nich erst zustimmen, dass die Seele nun verloren ist...
(wenn schon ein 0-8-50 "Sei mein Sklave" ausreicht um so etwas möglich zu machen)

Anders herum hat ein Priester ja noch zusätzlich mit den Konsequenzen zu rechnen, wenn sein versprochenes Opfer im entkommen ist und sein Gott leer ausgeht... :twisted: ... die finden das nämlich meistens nicht so toll! ^^

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Beitrag von Lars Büker » Mi 2. Sep 2009, 17:59

Du kannst hier Deine Ansichten, weshalb bestimmte religiös motivierte Tötungsarten sinnvoller Weise zur nicht-wiederbelebarkeit führen sollte, aufführen, bis Du schwarz wirst. Solange Du nicht am Regelwerk handfest belegen kannst, dass rituell Getötete nicht wiederbelebt werden können, dann bleibt es dabei:

Ist ein netter Gedanke, aber entspricht nicht den derzeitigen Regeln. Ritualmorde (oder ritualisierte Hinrichtungen) haben keinerlei Auswirkung auf spätere Wiederbelebungsversuche.
In Wirklichkeit bin ich viel hübscher.

J. Kuchenbuch

Beitrag von J. Kuchenbuch » Do 3. Sep 2009, 12:23

Tobias Melz hat geschrieben: Während der Meuchler höchstens gewisse Richtlinien einer Gilde einhält, handelt es sich beim Ritualmord des Arachniten um einen komplizierten Ritus.^^
Oha, wirklich sehr kompliziert, dieser Ritus ... wenn mir diese sarkastische Bemerkung erlaubt sei. Dann ist die Annahme eines offiziellen Mordauftrages aber auch sehr kompliziert. Vor allem, wenn ich an Tulderon und die zahlreichen "Interessenkonflikte" denke, wegen derer schon so mancher Auftrag abgelehnt worden sein soll...

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Sascha Bubert
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Beitrag von Sascha Bubert » Fr 4. Sep 2009, 08:34

Mit logischen Erklärungen (reden wir über Götter??? Muahaha) kommt man eh nicht immer weiter. Wobei ich den jetzigen Standard "logisch" genug finde.
Wir reden doch immer davon, dass das Spiel ausgewogen sein soll. Ich persönlich denke, dass es schon reichlich schwierig ist, seinen Charakter auf magische Weise vorm Ableben zu schützen. Da sollte es nicht ZU leicht sein, die Seele einfach einer Gottheit zukommen zu lassen-gegen den Willen des Charakters.

Und ganz ehrlich? Ich fände es ziemlich leicht. Sprich bitte nicht von kompliziertem Ritus bei einem Arachne-Assa. Das kann echt jeder Anfangs-char bewirken. Und der lässt dann den mühsam erlernten und ziemlich teuren "Phönix" des Meister-Magus platzen. Na, schönen Dank. Und vom spielerischen her gibt es genug Leute, die es nicht schlimm finden, einen frischen Charakter zu opfern, um so etwas durchzuführen. Schon oft genug in ähnlicher Form erlebt.

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